American Sniper (2014)

American Sniper Poster
Nicht mehr im Kino.
Userwertung (15)
  1. Ø 4.8
Kritikerwertung (4)
  1. Ø 2.9

Filmhandlung und Hintergrund

American Sniper: Kontroverser Actionthriller von Clint Eastwood mit Bradley Cooper als Top-Scharfschütze des US-Militärs.

„American Sniper“ ist ein Kriegsfilm und ein Biopic über den Scharfschützen Chris Kyle aus dem Jahr 2014. Der Film von Regisseur und Oscar-Preisträger Clint Eastwood erwies sich als sensationeller Erfolg an den Kinokassen und spielte mehr als 300 Millionen Dollar ein. Damit ist „American Sniper“ nicht nur der erfolgreichste Film in der langen Karriere des einstigen „Dirty Harry“-Darstellers Clint Eastwood, sondern auch der erfolgreichste Kriegsfilm aller Zeiten. „American Sniper“ beruht auf den Memoiren des US-Soldaten Chris Kyle („160 tödliche Treffer – Der beste Scharfschütze des US-Militärs packt aus“), der von Bradley Cooper verkörpert wird. Der United States Navy Seal Chris Kyle ist ein ausgebildeter Scharfschütze und hat in verschiedenen Einsätzen im Irak und in Afghanistan 160 Menschen durch gezielte Schüsse getötet. Er ist damit der erfolgreichste US-Scharfschütze aller Zeiten, wird in seiner Heimat als Held gefeiert und gilt bei Kriegsgegnern als umstrittene Figur. Der ehemalige Rodeo-Reiter Chris Kyle tritt 1998 der Armee bei, lernt kurze Zeit später seine Frau Taya Renae (Sienna Miller) kennen und bereitet kurz nach der Hochzeit seinen ersten Einsatz im Irak vor. Schnell eilt ihm der Ruf eines eiskalten Präzisions-Schützen nach, der viele seiner Kameraden durch gezielte Schüsse aus der Distanz vor brenzligen Situationen rettet. Doch trotz allen Ruhms wird es für Chris Kyle immer schwieriger, ein Leben als Familienvater in den USA und Killer im Nahen Osten zu führen. Der hochdekorierte Soldat wird immer mehr zu einem psychischen und nervlichen Wrack und für seine Familie wird es immer schwieriger, mit ihm in Kontakt zu treten und ihm zu helfen.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

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  • U.S. Navy SEAL Chris Kyle hat bei seinem Einsatz im Irak eine einzige Aufgabe: seine Kameraden zu schützen. Seine überragende Treffsicherheit rettet auf dem Schlachtfeld unzähligen Soldaten das Leben, er verdient sich den Spitznamen “Legende“. Das bleibt auch dem Feind nicht verborgen. Als ein Kopfgeld auf ihn ausgesetzt wird, gerät er ins Visier der Aufständischen. Einen ganz anderen Kampf muss er an der Heimatfront bestehen: Wie soll er sich als Ehemann und Vater bewähren, wenn die halbe Welt zwischen ihm und seiner Familie liegt? Oscar-Regisseur Clint Eastwood (“Million Dollar Baby“, “Erbarmungslos”) inszeniert die Autobiografie, die Chris Kyle mit Scott McEwen schrieb und die zum Bestseller wurde. Bradley Cooper fasziniert als Mann, der die Zielgenauigkeit liebt. Die ist aber nur ein Aspekt in seinem Leben …

    Fazit: Die Geschichte des erfolgreichsten Scharfschützen des US-Militärs.
  • Clint Eastwoods („Gran Turino“) Kriegsdrama „American Sniper“ sorgte kurz nach seiner Veröffentlichung für ebenso positive wie negative Furore. Während sich der Film mit einem bisherigen Einspiel von knapp 300 Millionen US-Dollar nicht nur zur erfolgreichsten Eastwood-Produktion, sondern auch zum meistgesehenen Kriegsfilm aller Zeiten mauserte, sorgte die Rückmeldung von Zuschauern, Kritikern und gar Kollegen des Regisseurs für eine eher missmutige Stimmung. „American Sniper“ wandelt unübersehbar auf dem schmalen Grad zwischen Antikriegsfilm und Brechstangenpropaganda und rückt einen Held in den Mittelpunkt, dessen Gesinnung Öl ins Feuer fanatischer Irakkrieg-Befürworter gießt. Kurz nach seinem Starttermin im Januar verbreiteten sich gar Hass-Meldungen über den Kurznachrichtendienst Twitter, von denen die einen das brutale Handeln der amerikanischen Soldaten feierten, die anderen die patriotisierten Zustände im Film verteufelten.

    Wie es bei solch polarisierendem Stoff meistens ist, findet sich die Wahrheit beider Ansichten auch bei „American Sniper“ irgendwo in der Mitte. Mit Chris Kyle, einem fragwürdigen „Helden“, der im Rahmen seiner Biographie nachweislich Fakten verdrehte, um sich neben seinem Spitznamen „The Legend“ noch mehr Bedeutung beizumessen, rückt Clint Eastwood einen Protagonisten in den Mittelpunkt, mit dem die Story steht und fällt. Nicht nur der zu Beginn recht eindimensional gezeichnete Chris Kyle macht es dem Publikum schwer, ihn vorbehaltlos zu mögen, auch der Film krankt lange Zeit daran, dass sich Emotionen dadurch partout nicht aufbauen möchten. Eastwoods Film thematisiert über den Großteil seiner Laufzeit die Geschehnisse an der Kriegsfront; Zeit für eine intensive Charakterzeichnung bleibt da nicht. Nur vereinzelt blitzt durch, wie sich das Gefühlsleben des Scharfschützen mit der Zeit immer weiter verändert. Dazu gehören Szenen, in denen Kyle mit seiner Frau (toll: Sienna Miller) interagiert, sowie punktuelles Aufgreifen innerliche Zwiespalte, etwa wenn Kyle im Krieg dazu gezwungen wird, Frauen oder Kinder zu erschießen.
    Durch diese beschränkte Betrachtungsweise braucht „American Sniper“ lange, um sich ein emotionales Grundgerüst aufzubauen. Satte eineinhalb Stunden finden im Kriegsgebiet statt, rücken teils sehr brutale (Folter-)Szenen in den Mittelpunkt und thematisieren all das, was der Krieg aus dem Protagonisten macht. Die Momente, in welchen sich die dadurch entwickelnden Traumata auf das Privatleben der Kyle-Familie auswirkt, finden dagegen zu wenig Beachtung. Hätte das Drehbuch (Jason Hall, „Paranoia“) beide Faktoren anders gewichtet, wäre „American Sniper“ nicht nur bedrückender, sondern auch zweifelnder geraten.

    Mit seiner Fokussierung auf Kyle als Kriegsheld schafft es nur selten eine tiefere Hinterfragung der Prämisse in den ansonsten sehr stringenten Film. Dass dadurch der Eindruck entsteht, Clint Eastwood hätte einen Propagandafilm gedreht, ist somit nicht allzu weit hergeholt. Aktiv hat sich der Regisseur nämlich nicht daran beteiligt, seinem Film mehrere Dimensionen zu verleihen. Stattdessen appelliert er an den Zuschauer, das Leinwandgeschehen selbst zu hinterfragen und sich von der eingenommenen Sichtweise Chris Kyles zu distanzieren. Dass sich Eastwood jedoch bemüht, Kyle dennoch als Mensch und nicht als Killermaschine darzustellen, ist löblich, wenngleich dieser Ansatz durch ein reichlich abruptes Ende sowie eine unglücklich gewählten Abspannsequenz in den Hintergrund gerückt wird.

    Fazit: Clint Eastwood dreht keine schlechten Filme! „American Sniper“ balanciert auf einem schmalen Grad zwischen Antikriegsfilm und Propaganda und landet dabei mal auf der einen, mal auf der anderen Seite. Dennoch animiert das Kriegsdrama zum aktiven Mitdenken; mit der falschen Gesinnung wähnt man sich im Laufe der Zeit fast in einem Egoshooter. Doch gerade durch die Darstellung des für seine Rolle Oscar-nominierten Bradley Cooper („Silver Linings“) gewinnt „American Sniper“ an Tiefe, von der der Film inszenatorisch gern ein wenig mehr haben dürfte.
  • Oscars, Schmoscars. „American Sniper“ ist faul, ziemlich weit rechts und, jawohl, sehr amerikanisch.
  • Clint Eastwood, Schauspieler, Regisseur, Produzent und auch Komponist der Filmmusik seiner eigenen Filme. Vier Oscars konnte er gewinnen. Er ist außerdem der einzige Hollywoodstar, der sowohl als Regisseur als auch als Produzent zweimal mit diesem Preis ausgezeichnet wurde.
    Während er als Schauspieler leer ausging. Jetzt mit 84 Jahren bringt er seinen neuen Film in die Kinos. Wieder mit einem Thema über den Krieg, wie schon im Jahre 2006. „Flags of Our Father“s schilderte dabei die Ereignisse aus amerikanischer Sicht, „Letters from Iwo Jima“ aus der Perspektive der Japaner.
    Dieses Mal erzählt er die wahre Geschichte des Scharfschützen Chris Kyle (BRADLEY COOPER) während des Irakkrieges. Kyle wächst in Texas auf und meldet sich nach dem Anschlag auf das World Trade Center freiwillig zu den Seals, einer Spezialtruppe der Marine.
    Ausgebildet als Scharfschütze geht sein erster Einsatz in den Irak. Vorher heiratet er noch seine Freundin Taya (Sienna Miller). Ein Sohn und eine Tochter werden geboren während Kyle vier Einsätze im Irak ableistet. Als Scharfschütze tötet er 166 Gegner und wird dadurch in den USA zur Legende.
    Doch nach Ende seiner Dienstzeit hat er Schwierigkeiten sich wieder im zivilen Leben zurechtzufinden. Am 2. Februar 2013 wurde Kyle zusammen mit Chad Littlefield auf dem Schießplatz „Rough Creek Lodge“ im Erath County in Texas von einem Irakveteranen erschossen.
    Es ist einer seiner schlechtesten Filme, die Eastwood mit dieser „True Story“ hier abliefert. Es ist eine Heldenverehrung, die nicht mehr in die heutige Zeit passt. Und das er es besser kann hat er ja 2006 bewiesen.
    132 Minuten – aus dem Leben eines Scharfschützen (Killers). Nicht für schwache Nerven.
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