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Across the Universe (2007) Film merken

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Filmhandlung und Hintergrund

Across the Universe: Visuell überbordendes Musical über zwei Liebende in den turbulenten 60er-Jahren, für das die Beatles 30 ihrer Songs zur Verfügung stellten.

Die 60er Jahre steuern auf ihren Höhepunkt zu: Anti-Vietnam-Proteste, bewusstseinserweiternde Drogentrips und Rock ‘n’ Roll sind am überkochen. Mitten drin ist der junge Liverpooler Jude (Jim Sturgess), der aus England in die USA kommt, um seinen Vater zu suchen. In Greenwich Village findet er stattdessen die Liebe in Form der behüteten Vorstadtschönheit Lucy (Evan Rachel Wood). Gemeinsam erkunden sie die rasanten Veränderungen im Land. “Dr. Robert” (Bono) and “Mr. Kite” (Eddie Izzard) stellen sie der Counter Culture vor.

Romantisches Musical, das “Frida”-Regisseurin Julie Taymor durchweg via 18 Beatles-Songs erzählt, in die die Darsteller mit einstimmen. Das “Commitments”-Autorenduo Dick Clement und Ian La Frenais entwirft eine stimmige und sehr musikalische 60ies-Retro.

Jude und Lucy sind Liebende in den 60er-Jahren. Gemeinsam mit befreundeten Musikern werden sie von der gerade aufkeimenden Gegenkultur und der Anti-Kriegs-Bewegung mitgerissen und erleben mit Hilfe von Dr. Robert und Mr. Kite bewusstseinserweiternde Abenteuer. Doch dann sind es der Vietnamkrieg selbst und erste gewalttätige Aufstände, die die Liebenden auseinander reißen – ohne dass sie die Hoffnung aufgeben, einander wieder in die Arme zu schließen.

Der britische Hafenarbeiter Jude und das amerikanische Rich Girl Lucy werden in den Sixties über alle Klassenschranken hinweg Liebende und schließen sich in New York der gerade aufkeimenden Gegenkultur und Anti-Kriegs-Bewegung an. Mit Hilfe von Dr. Robert erleben sie bewusstseinserweiternde Abenteuer. Doch dann sind es der Vietnamkrieg selbst und erste gewalttätige Aufstände, die die Liebenden auseinander reißen – ohne dass sie die Hoffnung aufgeben, einander wieder in die Arme zu schließen.

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Wenige Filme hatten bereits vor ihrer Fertigstellung einen schlechteren Ruf als “Across the Universe”. Allerdings ist es auch wenigen Filmen gelungen, sich in ähnlich souveräner Form zu rehabilitieren als Julie Taymors überbordendes Musical, das auf mehr als 30 Liedern aus dem zeitlosen Katalog der Beatles aufbaut.

    Zwei Jahre vor seiner ersten offiziellen Vorführung gedreht, danach immer wieder verschoben und in Industrie-Blogs wegen der öffentlich ausgetragenen Auseinandersetzungen zwischen Regisseurin Taymor und Revolution-Studios-Chef Joe Roth um die endgültige Schnittfassung bereits als Desaster von legendären Ausmaßen abgeschrieben, hat “Across the Universe” schon vor den ersten Bildern einen schweren Stand: Förmlich will man die Katastrophe erleben, als die der Film beschrieben wurde. Doch man bekommt etwas Anderes zu sehen, die Skepsis verfliegt schon nach wenigen Minuten – es sei denn, man ist nicht gewillt, die für heutige Sehbedürfnisse durchaus gewöhnungsbedürftige Musical-Form zu akzeptieren. Begleitet von mehr als 30 neu eingespielten Beatles-Klassikern, die den Rahmen für die Handlung bilden, ist “Across the Universe” von der eigenwilligen Musical-Spezialistin Taymor als visuell überbordendes, aber auch emotional und intellektuell jederzeit involvierendes Kaleidoskop der 60er-Jahre gestaltet, festgemacht an der fantasievollen Liebesgeschichte des englischen Hafenarbeiters Jude und des amerikanischen Upper-Class-Mädchens Lucy: Gemeinsam mit ihren Freunden erleben sie die turbulentesten Momente der kulturell aufregendsten Zeit des letzten Jahrhunderts, machen den Weg von Unschuld über Experimentierfreudigkeit und Hoffnung hin zu Desillusion durch. Gewiss fühlt man sich vor allem an “Hair” erinnert, in einer von “She’s So Heavy” innovativ untermalten Einberufungsszene auch an “The Wall” und in frühen Momenten selbst an “Grease”. Aber vor allem ist dieser Streifzug durch die Vergangenheit fiebriges, üppiges und visionäres Kino, das sich was traut, das auch den Kopf füttert, das immer gewagtere und abstraktere Wege findet, um seine beileibe nicht originelle Geschichte dennoch originell zu erzählen: Zu den Höhepunkten zählen ein psychedelischer Drogentrip mit dem von Bono dargestellten Doctor Robert zu den Klängen von “I Am The Walrus” und eine bewegende Sequenz, in der Jude zu “Strawberry Fields Forever” ein Kunstwerk mit blutenden Erdbeeren konzipiert, das auch Sinnbild für eine ersterbende Liebe und das Ende der Unschuld ist. Man kennt die Story, auch weil man die Historie der Sixties kennt, das Umschlagen des Aufbruchsgefühls in Verzweiflung und Ratlosigkeit, während die Hippie-Idylle in Vietnamkrieg und Radikalisierung der Jugend umschlägt. Natürlich steht am Ende, in einer dem berühmten “Let It Be”-Konzert auf dem Dach der Plattenfirma der Beatles nachempfundenen Sequenz, auch die unausweichliche und universale Botschaft, das alles, was man braucht, nur die Liebe ist. Was zählt ist nicht das Ziel, sondern die Reise, die umso toller ist, je mehr Taymor ihren gestalterischen Instinkten vertraut und sich von Konventionen löst. Es hilft, dass die Musik durch die Bank großartig ist und die Darsteller gewinnend: Neben der reizenden Evan Rachel Wood ist es vor allem der umwerfende Newcomer Jim Sturgess, der in Erinnerung bleibt: Mit einem Gesicht, das die Züge von John Lennon und Paul McCartney zu vereinen scheint, ist er die optimale Identifikationsfigur, während man sich mitreißen lässt von diesem Film, der durchaus auch als Kommentar zur aktuellen Weltsituation verstanden werden will, als Aufruf zur Rückbesinnung, zur Erneuerung, zur Reinigung der Seele. Mit ein bisschen Hilfe von den Beatles ist das kein Problem. ts.

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