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About a Girl (2014)

About a Girl Poster
Nicht mehr im Kino.
Userwertung (7)
  1. Ø 4.4
Kritikerwertung (2)
  1. Ø 0

Filmhandlung und Hintergrund

About a Girl: Sympathische Tragikomödie um eine Fastsechzehnjährige, die nach einem Selbstmordversuch doch noch das Leben (und einen jungen Mann) lieben lernt.

Charleen ist noch keine 16 und versucht aus einem Impuls heraus Selbstmord zu begehen. Das geht schief und fortan muss sie sich nicht nur mit ihren vorherigen Problemen als Heranwachsende und Außenseiterin auseinandersetzen, sondern auch noch mit einer überbesorgten Mutter, dem auftauchenden Loser-Vater, einem hartnäckigen Therapeuten und einer nervigen Frau vom Jugendamt auseinandersetzen. Während sie sich mit der besten Freundin verkracht, nähert sie sich dem Strebernerd der Klasse an, der wie sie zum Therapeuten muss.

Videos und Bilder

Auf DVD & Blu-ray (1)

Kritiken und Bewertungen

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  • „Besonders wertvoll”

    Charleen ist fast sechzehn und hat keinen Bock mehr. Keinen Bock auf die Schule, die ja sowieso nichts bringt und voller pubertärer Idioten steckt. Keinen Bock auf ihre Familie, in der niemand sie versteht. Und keinen Bock mehr aufs Leben. Und so beschließt Charleen, Schluss zu machen. Einfach so, spontan und konsequent. Doch dann erwacht sie im Krankenhaus und merkt, dass ihr Plan nicht ganz aufgegangen ist. Ihre Mutter macht sich große Sorgen, versucht, irgendwie an Charleen ranzukommen. Doch weder sie noch der Therapeut, zu dem Charleen geschickt wird, können zu dem jungen Mädchen durchdringen. Lediglich mit Linus aus ihrer Klasse scheint sie sich zu verstehen. Aber der scheint ja auch "nicht ganz richtig im Kopf" zu sein. So sehr sich Charleen auch dagegen wehrt, am Ende muss sie doch feststellen: Ein bisschen Spaß macht das Leben schon! Der Titel des Langfilmdebüts von Regisseur Mark Monheim und Produzent Martin Rehbock, die gemeinsam das preisgekrönte Drehbuch schrieben, bringt die Geschichte auf den Punkt: Der Film erzählt ganz schlicht "von einem Mädchen". Konsequent begibt er sich auf Augenhöhe mit der Protagonistin, lässt sie das Geschehen mit ihren Reflektionen und Gedanken kommentieren, sieht die Dinge mit ihren Augen. Verkörpert wird Charleen von Jasna Fritzi Bauer in einer rotzig-frechen Mischung aus jugendlichem Rebellentum und der tiefsitzenden und im besten Sinne kindlich unschuldigen Sehnsucht nach Zugehörigkeit. Nebenbei werden grundlegende Teenie-Probleme, die jeder kennt, verhandelt: Ob erste Liebe, erwachende Sexualität, Patchwork-Familie oder andere Sorgen und Konflikte - Monheim verhandelt all diese Themen erfrischend leicht und unkompliziert. Schon der Titelvorspann lässt den trockenen Humor der Hauptfigur erkennen, die mit ihrer Meinung nicht hinterm Berg hält und sich durch Sarkasmus von der Welt abzugrenzen versucht. Doch am Ende siegt der Spaß am Leben. Denn das Leben kann schön sein. Man muss nur Augen und Herz dafür öffnen. Ein erfrischend locker inszeniertes und dennoch berührendes Debüt ohne Zeigefinger, aber mit positiver Botschaft.

    Jurybegründung:

    Mit sechzehn glaubt jeder, er wäre unsterblich. Da kann man sich dann ja auch ruhig mal das Leben nehmen. Mit solch einer Situation beginnt dieser Film. Aus einer (schlechten) Laune heraus beschließt Charleen, Schluss mit ihrem Leben zu machen, denn Schule und Eltern nerven sie. Der Wurf des Föhns in die Badewanne geht dann spektakulär schief, sodass sie sich im Krankenhaus wiederfindet und alle sich plötzlich Sorgen um sie machen. Mit pubertärem Trotz reagiert sie auf die Hilfsangebote ihrer Mutter und eines Therapeuten, doch in ihrer Klasse gibt es außer ihr noch einen unbeliebten Außenseiter, und so schießt sie eine komplizierte Freundschaft mit dem Klassenprimus Linus. ABOUT A GIRL ist konsequent aus der Perspektive seiner Protagonistin erzählt und bekommt dadurch seine bemerkenswerte Glaubwürdigkeit. Dabei ist zuerst das zu recht preisgekrönte Drehbuch zu loben, dass Regisseur Mark Monheim und Produzent Martin Rehbock gemeinsam geschrieben haben. Sie beweisen darin sowohl ein großes Einfühlungsvermögen, mit dem sie sich in die Gedankenwelt einer Heranwachsenden hineinversetzten können wie auch ein komödiantisches Talent, denn sie haben ihre Protagonistin nicht nur mit einer permanent miesen Laune, sondern auch mit viel Sinn für Humor ausgestattet. So sind die Dialoge im doppelten Sinn des Wortes pointiert, also zugleich punktgenau und witzig. Das gesamte Darstellerensemble ist genau passend besetzt und spielt durchgängig inspiriert. Und mit Jasna Fritzi Bauer haben sie eine sehr authentisch wirkende Hauptdarstellerin gefunden, der es gelingt, mit ständig zusammengezogenen Augenbrauen unter dem Trotz die Verletzlichkeit und Orientierungslosigkeit des jungen Mädchens auszudrücken. Umso bewegender ist es, ihre langsam einsetzende positive Entwicklung mitzuerleben, denn fast gegen ihren Willen hat Charleen im Laufe des Films immer mehr Freude am Leben. Irgendwann lächelt sie dann schließlich sogar. Ein Film wie aus einem Guss und als Debüt erstaunlich stilsicher.

    Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)

Kritikerrezensionen

  • Sympathische Tragikomödie um ein Mädchen, das nach einem Selbstmordversuch doch noch das Leben (und einen jungen Mann) lieben lernt.

    Mit viel Witz, originellen Einfällen und Sympathie für seine Hauptfigur (und ihre Patchwork-Familie) erzählt Regisseur und Kodrehbuchautor Mark Monheim eine ganz und gar nicht biedere, sondern wunderbar freche tragikomische Coming-of-Age-Geschichte. Seine Heldin ist noch keine 16 und versucht aus einem Impuls heraus Selbstmord zu begehen. Das geht schief und fortan muss sie sich nicht nur mit ihren vorherigen Problemen als Heranwachsende und Außenseiterin auseinandersetzen, sondern auch noch mit einer überbesorgten Mutter (Katja Riemann), dem wieder auftauchenden Loser-Vater (Aurel Manthei), den sie in der herrlich schwarzhumorigen, animierten Eingangssequenz noch einem brutalen Unfalltod zum Opfer fallen ließ, einem hartnäckigen Therapeuten und einer nervigen Frau vom Jugendamt. Das bereits in Emden prämierte Drehbuch von Monheim und Koautor und Produzent Martin Rehbock legt der smarten, nicht auf dem Mund gefallenen Charleen gewitzte Widerworte in den Mund und lässt sie mit ihrer Freundin so unverkrampft und offen plaudern, wie selten im deutschen Film. Dass die Dialoge so natürlich wirken und perfekt getimt sind, liegt auch an Hauptdarstellerin Jasna Fritzi Bauer, die sich erneut als großes Talent erweist und für ihre Rolle zurecht den Bayerischen Filmpreis verdient hat. Aber auch die anderen Darsteller und ihre Figuren (etwa Dorothea Walda herzlich als Oma oder Simon Schwarze als fürchterlich biederer und bemühter Lehrer und Neuer der Mutter) können überzeugen in der auch dank den entsprechenden, perfekt abgestimmten Songs mit Tempo und Herz erzählten Feelgood-Familiengeschichte, die sich hinter britischen und US-Vorbildern nicht zu verstecken braucht und bereits bei Festivals im In- und Ausland ein junges und erwachsenes Publikum begeisterte. hai.

Darsteller und Crew

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