7 Days to Live (2000)

7 Days to Live Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

7 Days to Live: Geradliniger, effektiver Horror-Thriller um ein Haunted House, gespickt mit etlichen Genre-Zitaten.

Das Paar Martin und Ellen zieht in ein seit Jahrzehnten leer stehendes Haus ein, wo er Muse zum Schreiben finden will, sie sich mit Renovierungsarbeiten beschäftigen kann und beide sich vom Unfalltod ihres kleinen Sohnes erholen können. Doch Ellen wird von Halluzinationen geplagt, in ihrem Spiegel sieht sie die Zahl sieben, auf einem Straßenschild die Sechs, und schließlich erscheint ihr der Geist ihres Sohnes.

Ausgerechnet eine als Geisterhaus verrufene, bedenklich morsche Hinterwald-Villa sucht sich das Ehepaar Shaw als Ort aus, um über den tragischen Tod ihres Kindes hinweg zu kommen. Schon bald nach der Ankunft gehen eigentümliche Dinge vor: Ellen Shaw wird von geheimnisvollen Vorzeichen heimgesucht, die auf ihren baldigen Tod hinzu deuten scheinen. Martin Shaw findet für die Sorgen seiner Frau wenig Verständnis, im Gegenteil ergreift eine unmotivierte Agressivität von seinem vormals empfindsamen Charakter Besitz.

Ellen und Martin hoffen durch einen Umzug über den tragischen Tod ihres Kindes hinweg zu kommen. Doch das neue Heim erweist sich als Geisterhaus. Atmosphärisch dichter Horror, “Shining” lässt grüßen.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • „Seven Days To Live" ist die erste Kinoproduktion von dem deutschen Newcomerregisseur Sebastian Niemann. Seit seiner Studienzeit an der HHF in München hat er sich dem Genre des phantastischen Films verschrieben. Mit seinem Erstlingswerk und Horrorkurzfilm "Verfolger" (1994) konnte der aufstrebende Filmemacher den "Spezial Price of the European Television Channels" gewinnen. Vor "Seven Days To Live" inszenierte Sebastian Niermann den Mysterythriller "Das Biikenbrennen - Der Fluch des Meeres" (1999) für das deutsche Fernsehen.

    Sebastian Niemanns erste große Kinoproduktion hinterlässt bei mir gemischte Gefühle. Der Streifen ähnelt doch sehr stark der Produktion von Stanley Kubricks "The Shining" (1980) mit einem herausragenden Jack Nicholson in der Hauptrolle. Sich mit solch einem Film messen zu wollen, kann eigentlich nicht gut gehen, da "The Shining" bezüglich Mystizismus, Psychologie, Kameraeinstellung und Story nur schwerlich zu überbieten sein dürfte. Vergleicht man beide Film miteinander, schneidet "Seven Days To Life" fast wie erwartet schlechter ab.

    Obwohl der Film überwiegend spannend in Szene gesetzt wurde, zieht er sich doch an einigen Stellen und wirkt manchmal etwas langatmig. Zudem vermisst man in dem Film die "neuen Ideen", welche einen hochkarätigen Grusel- bzw. Horrorfilm auszeichnen. Ähnliche Ansätze und Szenen hat man in diversen Buchverfilmungen von Stephen King, z.B. "Misery" (1990) leider auch schon gesehen. Der Durchschnittszuschauer wird daher von diesem Streifen wenig begeistert sein und sollte sich lieber das Video von den bereits erwähnten "The Shining" oder "Misery" ausleihen, um einen besseren Einblick in dieses Genre gewinnen zu können.

    Dennoch sollte der Film seine Beachtung finden, denn das Movie wirkt nicht typisch deutsch, da der Regisseur sich an das amerikanische und britische Horrorkino anlehnt und seine Vorteile durchaus zu nutzen weiß. Dies gilt auch für die überdurchschnittliche Kameraführung, die lobend erwähnt werden sollte. Weiterhin sind die amerikanischen und englischen Schauspieler, vor allem Sean Pertwee, als der durchdrehende Martin Shaw, sowie die Tochter des bekannten Christopher Plummer (Star Trek VI), Amanda Plummer eine gelungene Besetzung. Solche Filme sollten gefördert werden, da sie das deutsche Kino voranbringen.

    Obwohl der Streifen mit hochkarätigen ausländischen Produktionen nicht mithalten kann, können sich Genreliebhaber und Fans des "Mystery" den Streifen im Kino durchaus ansehen. Zuschauer die mit den klassischen Elementen des Horror- und Gruselkinos nur wenig anfangen können, sollten um die Produktion eher einen Bogen machen.

    Fazit: Gelungener Mystery-Thriller, der an seine Vorbilder zwar nicht heranreicht, aber für Genreliebhaber durchaus Unterhaltungswert besitzt.
  • Nein, man sollte besser nicht in den Keller gehen in diesem atmosphärisch extrem dichten Horrorfilm, der den auch hierzulande allmählich abflauenden Trend zum Grusel noch einmal einen kräftigen Adrenalinstoß versetzen dürfte. Eine Art “Shining” in einem englischen Landhaus hat der junge deutsche Regisseur Sebastian Niemann mit seiner internationalen Besetzung gedreht, gespickt mit Zitaten und deftigen Schockeffekten. Den Film nicht als slicke Genre-Dreingabe zu vermarkten, sondern als soliden Horrortrip, dürfte dem Verleih nicht allzu schwer fallen.

    Schon im Prolog findet der Film seinen beunruhigenden Tonfall, wenn Polizisten in einem düsteren Haus im Moor die Tür aufbrechen und den katatonisch in einer Ecke hockenden Mieter neben der schon sieben Tage alten Leiche seiner Frau finden. 23 Jahre später zieht das junge Ehepaar Shaw in die ominöse Villa, und die beiden hätten sich keinen schlechteren Ort aussuchen können, um über den Unfalltod ihres kleines Sohnes (die Flashback-Szene, in der der Junge mit dem Frühstücksmüsli eine Wespe verschluckt, vibriert buchstäblich vor realem Horror) hinwegzukommen. Ellen (Amanda Plummer) beginnt das Haus zu renovieren, während Martin (Sean Pertwee), ein Autor von Bestseller-Gruselromanen, versucht, die Konzentration für sein nächstes Buch zu finden. An Inspiration mangelt es in dem düsteren Gebäude wahrlich nicht, denn schon bald setzen merkwürdige Geschehnisse ein. Ellen findet im täglichen Rhythmus den Hinweis, sie habe nur noch sieben Tage zu leben: am beschlagenen Badspiegel (“7″), auf einem Verkehrsschild (“6″), bei einer Radiosendung (“5″) etc. Beide schieben das zunächst auf die psychischen Folgen des gemeinsamen traumatischen Schocks, doch je mehr Ellen von ihren Halluzinationen gequält wird, desto verschlossener und abweisender wird Martin. Ellen, nicht gewillt, das hilflos leidende Opfer zu spielen, beginnt nachzuforschen und erfährt von den widerwilligen Dorfbewohnern, dass in dem Haus in regelmäßigen Abständen furchtbare Verbrechen geschahen, die bis ins Mittelalter zurückgehen.

    Bis jedoch das Grauen sein Haupt aus dem von Martin versperrten Keller erhebt, hat Gerhard Schirlos beeindruckende Kamera genügend Zeit und Raum, um durch das perfekt auf Haunted House gestylte Gemäuer zu springen, schleichen und lauern und eine gespenstische Atmosphäre zu verbreiten. Ellens Countdown neigt sich dem Ende zu, die Grenze zwischen Alptraum und Realität verschwimmt immer mehr, ehe Martin schließlich im Wahnsinn Befreiung findet und – “Heeere’s Seany!” – in den Werkzeugkasten greift. Vom mysteriös geschlachteten Familienhund bis zum unheimlichen Archivar im Irrenhaus lässt Niemann keine Gelegenheit aus, seine Vertrautheit mit dem Genre effektiv zu demonstrieren. “Poltergeist”, “Tanz der Teufel” und “Geisterstadt der Zombies” sind nur einige der großen Vorbilder, die der junge Filmemacher hier wirkungsvoll zitiert. Auch wenn die Schockeffekte und Spannungselemente gelegentlich ein wenig unpointiert wirken und die Story im Nachhinein einer tiefgehenden Prüfung nachgibt wie der Boden, aus dem das computergenerierte Morphosemonster zuletzt aufsteigt (bei allem Einfallsreichtum des Bösen bleibt der wahre Grund des ganzen Spuks letztlich ungeklärt) – langweilig ist “7 Days to Live” keine Sekunde. Niemann hält den Spannungsbogen konstant im roten Bereich, tatkräftig unterstützt von seinen Hauptdarstellern Amanda Plummer (“Pulp Fiction”) und Sean Pertwee (“Event Horizon”), die ein dynamisches, lebendiges Paar abgeben und mit großem Engagement in Schlamm, Blut und allgemeinem Entsetzen plantschen. evo.

Darsteller und Crew

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