3 Herzen (2014)

Originaltitel: 3 coeurs
3 Herzen Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

3 Herzen: Fesselndes Melodram, in dem der Zufall das Schicksal dreier liebender Menschen durcheinanderwirbelt.

Weil Marc den Zug verpasst hat, trifft er in einer Provinzstadt eine junge Frau und geht mit ihr durch die Nacht spazieren, sie verlieben sich. Bevor er am nächsten Morgen nach Paris zurückfährt, machen sie ein Treffen in den Tuileries-Gärten aus, durch einen dummen Zufall kommt er zu spät. Der Mann macht sich auf die Suche und trifft – ohne es zu ahnen – auf die Schwester seiner neuen Liebe. Auch mit ihr versteht er sich mehr als gut. Der Zufall wirbelt das Schicksal dreier Menschen durcheinander.

Videos und Bilder

Auf DVD & Blu-ray (1)

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Fesselndes Melodram über geheime Gefühle, die das Schicksal dreier Menschen durcheinanderwirbeln.

    Der Zufall hatte seine Hand im Spiel, als sich zwei Menschen in einer Provinzstadt treffen. Der Mann hat den Zug nach Paris verpasst, die Frau geht mit ihm durch die Nacht. Im Morgengrauen sind beide bis über beide Ohren verliebt. Wenige Tage später wollen sie sich in Paris treffen, ganz romantisch in den Tuileries-Gärten, ohne etwas voneinander zu wissen. Marc kommt zu spät, Sylvie ist frustriert schon auf dem Weg nach Hause. Erneut macht er sich auf in die Kleinstadt und trifft eine andere, Sophie. Sie heiraten. Was er nicht weiß, Sophie ist Sylvies Schwester. Drei Herzen geraten in einen Gefühls-Tsunami, als Sylvie vier Jahre später mit ihrem Freund aus den USA zurückkommt. Zwischen den Kostümfilmen “Leb wohl, meine Königin” und dem Berlinale-Beitrag “Journal d’une femme de chambre” hatte Benoît Jacquot einfach Lust, einen in der Gegenwart spielenden Film realisieren und zur Abwechslung mit einem Mann im Mittelpunkt zu besetzen. Der verliert nicht nur das Herz an zwei Frauen, sondern laboriert auch noch an einer Herzschwäche. In einem Netz aus Leidenschaft sind alle Beteiligten gefangen und ihren Emotionen und Geheimnissen ausgeliefert. In dem Love-Triangle wird gelitten und sich ohne Schuld schuldig gefühlt. Manchmal kreisen die Personen um sich selbst. Es bleibt unklar, wo der Reiz liegt – in der Sicherheit oder im Abenteuer. Ganz nebenbei zeichnet Jacquot sehr treffend die Bourgeoisie in der Provinz mit ihren Regeln und Ritualen. Das prominent besetzte Melodoram mit Benoît Poelvoorde als männliches Objekt der Begierde verliert nach einem fulminanten Auftakt etwas an Fahrt, aber bevor es zur Stunde der Wahrheit kommt zwischen den Schwestern – Charlotte Gainsbourg, deren Leidenschaft trotz Zeitintervall nicht erloschen ist, und Chiara Mastroianni, der die Stabilität des Lebens entgleitet – überzeugen Poelvoorde und Gainsbourg durch minimale Gesten und Blicke, die verraten, dass sie unentrinnbar auf eine familiäre Katstrophe zusteuern. Aauch der Score lässt dies ahnen. Catherine Deneuve mimt souverän die Mutter der Schwestern, die schnell die schicksalshaften Verwicklungen erkennt. Zwischen Melancholie und Romantik laviert der Film eine Zeitlang unschlüssig hin und her, bis er sich rigoros auf die Geschichte einer amour fou konzentriert. Das Ende überrascht mit einem Paukenschlag. mk.

Darsteller und Crew

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