12 Years a Slave (2013)

12 Years a Slave Poster
Nicht mehr im Kino.
Userwertung (5)
  1. Ø 4.6
Kritikerwertung (3)
  1. Ø 3.8

Filmhandlung und Hintergrund

12 Years a Slave: Intensives Drama von "Shame"-Regisseur Steve McQueen nach Literaturvorlage über einen 30-jährigen Schwarzen, der 1840 versklavt wird und zwölf Jahre lang nie die Hoffnung verliert, wieder befreit zu werden.

Im Jahr 1841 lebt der Afro-Amerikaner Solomon Northup (Chiwetel Ejiofor) als freier Mann mit seiner Familie im US-Bundesstaat New York. Da er ein außerordentlich guter Violinist ist, erhält er von zwei Männern das Angebot, sie als Musiker auf einem Trip nach Washington, D.C. zu begleiten. Northup nimmt das Angebot an, wird jedoch bei der Ankunft von den Männern unter Drogen gesetzt und in die Sklaverei verkauft. Anfangs protestiert Northup dagegen und beteuert, dass er ein freier Mann sei. Da er infolge dessen jedoch misshandelt wird, fügt er sich zumindest nach außen in seinem Schicksal. Er erhält eine neue Identität unter dem Namen „Platt“ und wird in New Orleans an den Plantagenbesitzer William Ford (Benedict Cumberbatch) verkauft. Northup beeindruckt seinen neuen Meister nach kurzer Zeit, da er einen Transportweg über Wasser einrichten kann und so die benötigte Zeit radikal verringert. Fords Aufseher John Tibeats (Paul Dano) missfällt allerdings die Achtung, die dem Sklaven entgegengebracht wird und schließlich eskaliert die Situation zwischen ihnen. Um Northups Leben zu retten, verkauft Ford ihn an den Plantagenbesitzer Edwin Epps (Michael Fassbender). Im Gegensatz zu Ford ist Epps jedoch ein sadistischer Fanatiker, der glaubt, die Bibel gebe ihm das Recht, seine Sklaven schlimmer als Vieh zu behandeln. Für Northup beginnt eine lange Leidenszeit und während die Wutausbrüche von Epps sein Leben bedrohen, muss er versuchen, wieder zurück zu seiner Familie zu kommen. „12 Years a Slave“ ist ein historisches Drama unter der Regie von Steve McQueen. Es basiert auf dem 1853 veröffentlichten, gleichnamigen Buch von Solomon Nurthup und auf seinen Erfahrungen. Bei einem Produktionsbudget von lediglich 22 Millionen US-$ konnte er über 187 Millionen US-$ einspielen. Bei neun Nominierungen konnte „12 Years a Slave“ drei Oscars gewinnen, unter anderem Bester Film.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Über Sklaverei wird man in Amerika künftig wohl noch bessere Filme drehen. Aber beeindruckend ist 12 Years a Slave durchaus. Und beinahe frei von Gefühlsduselei.
  • Der Afro-Amerikaner Solomon Northup lebt als angesehener Bürger mit Frau und Kindern im Staat New York. Als zwei Fremde den virtuosen Geigenspieler für einen Auftritt engagieren und anschließend einladen, schöpft er keinen Verdacht. Umso entsetzlicher ist das Erwachen: Northup, der unter Drogen gesetzt wurde, findet sich auf einem Sklavenschiff Richtung Louisiana wieder. Alle Proteste sind vergebens, seine verbrieften Freiheitsrechte interessieren keinen. Northrup wird verkauft, eine zwölfjährige Tortur in den Händen weißer Plantagenbesitzer beginnt. Sein einziges Ziel heißt überleben, seine Familie wiedersehen. Nach den 1853 erschienenen Aufzeichnungen Northups realisierte Ausnahmeregisseur Steve McQueen seinen dritten Film nach den Meisterwerken”Hunger” und “Shame”. In der wahren und emotional mitreißenden Geschichte über den erbitterten Kampf eines Mannes um seine Freiheit brillieren Entdeckung Chiwetel Ejiofor und Michael Fassbender in den Hauptrollen, neben Benedict Cumberbatch, Brad Pitt u.v.m.

    Fazit: Der Kampf dieses Mannes um Freiheit und Menschlichkeit ist der große Oscar-Favorit 2014.
  • In den USA ist die Geschichte der Sklaverei Teil eines jeden Lehrplans. Daher ist auch Solomon Northups autobiografisches Buch "12 Years a Slave" dort kein unbekanntes. Doch es bedarf keines besonderen Interesses an amerikanischer Historie, um von Northups wahrer Geschichte und Steve McQueens ("Shame", "Hunger") überwältigender Verfilmung derer bewegt zu sein. Ganz im Gegenteil zu seinen Vorgängerfilmen "Shame" und "Hunger", setzt Regisseur McQueen bei "12 Years a Slave" nicht auf artistische Provokation, sondern auf Authentizität und rohe Emotionen.

    Das Konzept geht auf. Northups mehr als zwei Stunden lange Odyssee, die 12 Jahre in Gefangenschaft umfasst, lässt den Zuschauer nicht kalt. Steve McQueens ruhige Erzählweise und lange Szenen ohne Dialoge, in denen es leicht fällt, sich in Northups Situation hineinzuversetzen, zeigen Wirkung. Das beeindruckende Setting inmitten der Baumwollfelder der Südstaaten und auf den pompösen Plantagen der Sklavenbesitzer sowie die ultimative Starbesetzung tun ihr übriges.

    Neben dem noch relativ unbekannten Chiweteil Ejiofor ("Salt", "American Gangster"), der sich für seine Leistung zurecht eine Oscar-Nominierung sichern konnte, geben sich Leinwandgrößen wie Brad Pitt ("World War Z", "Inglorious Basterds"), Michael Fassbender ("Shame", "Prometheus") und Benedict Cumberbatch ("Sherlock", "Star Trek: Into Darkness") die Ehre. Nicht zu Unrecht sorgte das Marketing des Films bereits vor Veröffentlichung für Unmut, denn nicht selten wurden die weitaus bekannteren weißen Nebendarsteller groß auf die Poster gedruckt und Ejiofor in den Hintergrund gerückt. In Ländern wie den USA reicht so ein Fehltritt aus, um die Rassismus-Debatte neu zu entfachen, gerade bei einem Film mit dieser Thematik. Zudem sei gesagt, dass es hier nicht nur um Solomon Northups eigene Geschichte geht, sondern dass Ejiofor das Machwerk auch zu großen Teilen alleine trägt und dafür durchaus hohe Anerkennung verdient.

    Der Wirkung von Solomon Northups Leidensweg kann sich so leicht niemand entziehen. Grandiose schauspielerische Leistungen von Nebendarstellern wie Fassbender und Newcomerin Lupita Nyong'o ("Non-Stop") tragen zum beeindruckenden Gesamtwerk bei. Damit wird "12 Years a Slave" zu einem der ersten Must-See Filme des Kinojahres 2014 und sollte auf keinen Fall verpasst werden!

    Fazit: "12 Years a Slave" ist nicht nur eine ergreifende und authentische filmische Aufbereitung einer schockierenden wahren Geschichte. Steve McQueens Film strotzt außerdem vor schauspielerischer Hochleistung, atmosphärisch überwältigender Settings und wahren Emotionen und ist ein Muss für jeden Fan des großen Kinos.
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