„Wonder Woman“: Gal Gadot soll damit drohen, ihre Rolle aufzugeben

Author: Andreas EngelhardtAndreas Engelhardt |

Wonder Woman Poster

Seit Anfang Oktober wird Hollywood von einem Missbrauchsskandal erschüttert. Enthüllungen gegen prominente Schauspieler, Produzenten und Regisseure führten in einigen Fällen bereits zu Konsequenzen. „Wonder Woman 2“ könnte der nächste Fall sein. Denn angeblich weigert sich Hauptdarstellerin Gal Gadot, ihre Rolle als Superheldin fortzuführen, solange Brett Ratner darin involviert ist.

Gal Gadot soll sich laut einem Bericht weigern, einen Vertrag für „Wonder Woman 2“ zu unterschreiben – sofern Hollywood-Regisseur und -Produzent Brett Ratner weiterhin an der Fortsetzung beteiligt ist. Wie Page Six berichtet, fordert Gal Gadot Konsequenzen aus dem Missbrauchsskandal in Hollywood, in dem Ratner angeblich auf der Seite der Täter zu finden ist.

Mehrere Schauspierlinnen – unter anderem Ellen Page und Olivia Munn – werfen Brett Ratner vor, sie sexuell belästigt zu haben. So soll er ihnen beispielsweise ohne ihr Einverständnis ins Badezimmer gefolgt oder vor ihnen onaniert haben. Eine ehemalige Angestellte einer Talentagentur beschuldigt Ratner, sie vergewaltigt zu haben. Sein Anwalt bestritt die Vorwürfe.

Als Regisseur von Filmen wie „Rush Hour“ und „X-Men 3: Der letzte Widerstand“ machte sich Brett Ratner einen Namen, in den letzten Jahren war er ausschließlich als Produzent tätig. Über die von ihm mitgegründete Firma RatPac-Dune produzierte er zahlreiche Filme, unter anderem „Wonder Woman“. Der enorme Erfolg des DC-Werkes kam also auch ihm finanziell zugute.

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Gal Gadot will Bratt Ratner angeblich aus „Wonder Woman 2“ drängen

Dies will Gal Gadot bei „Wonder Woman 2“ verhindern, so berichtet Page Six unter Berufung auf eine nicht genannte Quelle in Hollywood. Die Hauptdarstellerin knüpft einen weiteren Auftritt als Amazone angeblich an die Bedingung, dass Warner Bros. die Beziehung zu RatPac-Dune abbricht. Brett Ratner solle folglich ausbezahlt werden. Damit wäre er nicht länger über seine Firma an der Fortsetzung des Superhelden-Hits beteiligt. Gadot wolle so verhindern, dass ihre Rolle als Wonder Woman einen Mann finanziell unterstützt, dem Vergewaltigung vorgeworfen wird.

Gal Gadot stellte sich unmissverständlich auf die Seite der Missbrauchsopfer im Hollywood-Skandal. Dies verdeutlichte sie Anfang des Monats mit einem Post auf Instagram.

Ein Sprecher von Warner Bros. beurteilte den Bericht von Page Six lediglich als „falsch“. Da die Seite selbst dieses Statement in ihrem Artikel erwähnt, kann man davon ausgehen, dass sie zu ihrer Berichterstattung steht. Sollte die News tatsächlich wahr sein, dürfte Gadot am längeren Hebel sitzen. Warner Bros. kann kaum wollen, dass die von ihr gespielte Superheldin mit dem Missbrauchsskandal negativ verbunden wird. Immerhin ist Wonder Woman nicht ohne Grund zu einem Symbol für die Stärkung von Frauen geworden. „Wonder Woman 2“ soll in den USA am 13. Dezember 2019 starten.

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