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„Zuhause im Glück”: Nach Renovierung drohen Familie 35.000 Euro Schulden

Author: Susan EngelsSusan Engels |

RTL 2 Poster
© RTL2

Renovierungsshows stehen bereits seit mehreren Jahren hoch im Kurs. Die RTL2-Sendung „Zuhause im Glück“ ist da keine Ausnahme und eines der erfolgreichsten Formate des Münchner Privatsenders. Eigentlich soll die Show krisengebeutelten Familien unter die Arme greifen und deren Eigenheime generalüberholen. Ein Konzept, das einer Familie aus Rheinland-Pfalz jetzt zum Verhängnis wurde.

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Vor fünf Jahren klopfte das Team von „Zuhause im Glück“ an die Türe der Familie Ast aus dem rheinland-pfälzischen Zweibrücken. Zu sechst wohnten die Hilfsbedürftigen auf 128 Quadratmetern in einem Haus, das bereits 52 Jahre auf dem Buckel hatte. Die Helferdoku übernahm den Umbau des Ober- und Dachgeschosses ihres Zweifamilienhauses.

Das Team um den Architekten John Kosmalla sprang in die Bresche und verhalf den Asts so zu einer besseren Wohnsituation. „Wir waren so unglaublich glücklich“ erklärte die Familienmutter gegenüber der Bild-Zeitung. Einige Jahre später sieht das Gefühlsleben der 49-Jährigen allerdings komplett anders aus. Erst vor Kurzem flatterte ein Schreiben des Finanzamtes in den Briefkasten und das stellt die Familie nun vor massive finanzielle Probleme.

35.000 Euro Schulden und eine leise Ahnung

Wegen „geldwerten Vorteils“ verlangt das Amt von den Asts einen Betrag über 35.000 Euro. Grund hierfür ist der Gewinn, den die Familie durch den von RTL2 erfolgten Umbau des Hauses und die für sie kostenfreie Möblierung erzielte. Im Gegensatz zu einem Quiz-Gewinn handle es sich hier um eine sogenannte „Sach-Gage“, die versteuert werden müsse. Eine Forderung, der die Familie aktuell nicht nachkommen könne, so Frau Ast im Bild-Interview. Besonders prekär: Die Familie hatte mit diesen Kosten bereits gerechnet und daher bereits den Kontakt zu RTL2 gesucht. Laut Bild.de sollen fünf weitere Familien außerdem das gleiche Schicksal ereilt haben.

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Und wie reagiert die Produktionsgesellschaft UFA Show & Factual auf den unglücklichen Fall? Gegenüber der Bild gab eine Sprecherin der UFA nun zu Protokoll: „Wir hoffen, dass die Finanzämter hier die streitigen Rechtsfragen überdenken und ihren Auslegungs- und Ermessensspielraum nutzen, um den Hilfsgedanken, der „Zuhause im Glück“ innewohnt, zu unterstützen.“ Ob dieser gutgemeinte Wunsch der Steuernachzahlung in Höhe von 35.000 in irgendeiner Form dienlich ist, ist jedoch mehr als fraglich.

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