Studie belegt: Netflix & Co. zerstören unser Liebesleben

Author: Susan EngelsSusan Engels |

Netflix Poster

Streaming-Dienste wie Netflix oder Amazon Prime Video werden von immer mehr Menschen genutzt. Für viele gibt es nichts entspannenderes, als nach dem Feierabend ihre Lieblings-Serie im Bett zu streamen. Dass dabei aber andere Bereiche des Privatlebens deutlich zu kurz kommen, belegt jetzt eine Studie britischer Wissenschaftler.

Laut einer Studie greifen in Deutschland fast 50 Prozent der Bevölkerung auf sogenannte Online-Plattformen wie Netflix, Maxdome oder Amazon zurück. Beim jüngeren Publikum (18 bis 29 Jahre) sind es mit 68 Prozent sogar weitaus mehr. Die Streaming-Giganten dürfte es freuen, schließlich bedeuten steigende Nutzerzahlen enorme Wachstumschancen für die Zukunft. Die eigene Kundschaft kann sich wiederum über ein wachsendes Angebot neuer Serien und Filme freuen, die Unterhaltung auf Abruf garantieren.

Doch was bedeutet das abendliche Streaming, das für viele mittlerweile zur Tagesordnung gehört, eigentlich für unser Freizeitverhalten und vor allem für zwischenmenschliche Beziehungen? Auf genau diese Frage haben Forscher der Lancaster University aus England eine Antwort gefunden. Die Ergebnisse ihrer Studie dürfte für die meisten wenig erfreulich klingen: Netflix & Co. sorgen nämlich vor allem für Frust im Bett und können somit fatale Folgen für unsere Beziehungen haben.

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Unterhaltung auf Abruf sorgt für Flaute im Bett

Die britischen Wissenschaftler wollten mit ihrer Studie ursprünglich die Auswirkungen der Internetnutzung auf den Stromverbrauch untersuchen, stellten dann aber fest, dass sich unser Internetkonsum auch auf etwas anderes auswirkt – und zwar negativ. Der abendliche Daten-Verkehr erfreut sich wachsender Beliebtheit, dafür bleibt anderer deutlich auf der Strecke. Wie die Daily Mail berichtet, fanden die Forscher heraus, dass es zwischen 22 und 23 Uhr eine neue „peak hour“ gibt, in der die Menschen nicht fernsehen, sondern stattdessen mit ihren Tablets und Mobilgeräten Serien und Filme streamen. Dies führe dazu, dass Paare weniger Sex haben – statt im Bett sind die Menschen vermehrt auf den Online-Plattformen aktiv. Die Lust auf Sex nimmt ab, während der Wunsch nach gezielter Unterhaltung steigt.

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Bereits im Jahr 2016 gab es Studien, die belegten, dass Paare weniger Sex als in den Jahren zuvor haben. Einer der Forscher fürchtet sogar, dass sich die „peak hour“, also die Zeit, in der Menschen vermehrt auf Streaming-Dienste zurückgreifen, ausweiten wird und die Menschen künftig bereits ab 20.30 Uhr keinen Sex mehr hätten (via General-Anzeiger). Immerhin führe der gemeinsame Film- und Serienkonsum dazu, dass die Paare mehr Zeit miteinander verbringen und deswegen auch ihre Bindung enger wird. Den Ausdurck„Netflix and Chill“ müssen wir ab sofort also wieder wörtlich nehmen.

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