Netflix: Einige Nutzer sollten sich dringend vor Betrügern schützen

Marek Bang  

Betrüger lauern leider überall. Besonders in der virtuellen Welt kann es schnell zu spät sein und man wird ohne fahrlässig zu handeln Opfer krimineller Handlungen. Aktuell stehen einige Netflix-Nutzer im Fokus illegaler Machenschaften. Zum Glück gibt es eine unkomplizierte Lösung, um das Problem in den Griff zu bekommen.

Zunächst einmal die gute Nachricht: Alle Netflix-Nutzer, die sich nicht über eine Gmail-Adresse angemeldet haben, sind in dieser Angelegenheit aus dem Schneider und brauchen nichts zu unternehmen. Wer sich jedoch mit einer solchen Adresse beim Streamingdienst angemeldet hat, sollte diese schleunigst wechseln. Nur so kann ein Missbrauch der Daten durch Dritte sicher verhindert werden.

Netflix-Nutzer James Fischer hat herausgefunden, dass die Kombination aus Gmail-Adresse und Netflix-Account eine Sicherheitslücke aufweist, die nur durch die Verwendung einer anderen Mail-Adresse umgangen werden kann. Schuld an der Misere ist eine Funktion, die Gmail-Kunden den Zugang zu ihren Mails eigentlich erleichtern sollte. So spielen Punkte und Großbuchstaben im Nutzernamen keine Rolle. Wenn sich etwa Heinrich Lohse als H.Lohse@gmail.com anmeldet, erreichen in auch Mails an hlohse@gmail.com oder H.L.o.h.s.e@gmail.com. So weit, so unbedenklich. Ebenfalls praktisch scheint auf den ersten Blick die unkomplizierte Möglichkeit, sich bei Netflix anzumelden. Dort wird allerdings schon ein Unterschied gemacht, ob sich der User als H.Lohse@gmail.com einloggt oder als hlohse@gmail.com. Außerdem muss man seine Mailadresse nicht verifizieren. Hier beginnt das Problem.

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Zahlungs-Daten können durch Betrüger erschlichen werden

Der Betrug funktioniert folgender Maßen. Jemand legt sich eine Mail-Adresse wie hlohse@gmail.com oder H.L.o.h.s.e@gmail.com. zu, meldet sich an und hinterlegt Zahlungsdaten, etwa von Prepaid-Kreditkarten. Wenn die Zahlung fällig wird, ist absichtlich kein Guthaben hinterlegt worden, sodass Netflix eine Mail an den Kunden schickt. Die landet dank der erleichterten Zugangsfunktion aber auch bei H.Lohse@gmail.com. Wenn der jetzt zufällig auch Netflix-Nutzer ist, wird er aller Wahrscheinlichkeit nach seine Daten aktualisieren, da er glaubt, sein Account würde gesperrt. Da die Mail von Netflix echt ist, kommt er auch nicht auf die Idee, einem Betrüger auf den Leim gegangen zu sein.

In dem Moment, wo der echte Heinrich Lohse seine Daten aktualisiert, bekommt der Betrüger mit den Accounts hlohse@gmail.com oder H.L.o.h.s.e@gmail.com eine Benachrichtigung darüber, kann sich einloggen und verfügt plötzlich über alle Daten von Heinrich Lohse, der jetzt den Netflix-Account des Betrügers bezahlt und seine Daten unfreiwillig preisgegeben hat. Netflix soll von diesen Vorfällen Kenntnis haben. Bis eine Lösung gefunden wird, raten wir allen Betroffenen aber dazu, eine andere Mail-Adresse zu nutzen, um sich bei Netflix anzumelden.

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