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Behörden greifen durch: Betreiber von Kinox.to festgenommen

Marek Bang |

Während legale Streamingdienstangebote von Netflix und Co. immer mehr Nutzer von ihrem Angebot begeistern können, stecken die Untiefen des Internets immer noch voller illegaler Versuchungen, einen Film oder eine Serie ohne Bezahlung zu streamen oder gar herunterzuladen. Gegen die wohl bekannteste Webseite kinox.to haben die Behörden nun einen entscheidenden Fahndungserfolg zu vermelden.

Seit Jahren wird gegen illegale Portale im Internet juristisch vorgegangen, doch meist tauchen Seiten wie movie4k schnell mit leicht veränderter Adresse wieder auf und versorgen ihr Klientel mit schwammig abgefilmten aktuellen Kinofilmen in minderer Qualität, die zudem auf nicht rechtmäßige Weise aufgezeichnet wurden. Jetzt hat sich eine Schlüsselfigur der Piraterie-Szene im Kosovo den Behörden gestellt und wurde festgenommen, wie die Kollegen des Focus berichten.

Alternativen zu Kinox, Movie4k, Burning Series & Co - legal und bezahlbar

Betreiber von Kinox.to gefasst

Der 24-jährige Kreshnik Selimi und sein drei Jahre älterer Bruder Kastriot werden beschuldigt, neben der illegalen Streamingseite  kinox.to auch für die vermeintliche Konkurrenz von Movie4k.to sowie Shared.sx und Bitshare.com verantwortlich zu sein und werden polizeilich gesucht. Während Kreshnik Selimi nun gefasst wurde, ist sein Bruder weiter auf der Flucht.

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Neben den bereits erwähnten Vorwürfen wird sich der im ehemaligen Jugoslawien geborene Kreshnik Selimi auch wegen Steuerhinterziehung, räuberischer Erpressung und Brandstiftung vor Gericht verantworten müssen. Seit 2015 ist ein weiterer Strippenzieher bereits wegen ähnlicher Vergehen verurteilt und inhaftiert.

Hartes Urteil gegen Anbieter von illegalen Streams

Aktuell sind die illegalen Webseiten noch erreichbar und es ist nicht ganz klar, welche weitere Akteure momentan im Hintergrund dafür sorgen, dass kinox.to immer noch Streams illegal zum Abruf bereithält. Allen, die trotz der aktuellen Entwicklungen immer noch mit dem Gedanken spielen, von den Angeboten der einschlägigen Seiten Gebrauch zu machen, sei daher noch einmal gesagt, dass es sich um illegal hochgeladenes Material handelt und damit um Diebstahl, der eine Straftat ist und bleibt.