„The OA“: Staffel 2 ab sofort auf Netflix

Sebastian Werner  

Nach drei Jahren Wartezeit bekommt die Netflix-Originalserie „The OA“ endlich eine 2. Staffel. Wie geht es weiter?

Schon 2017 hatte Netflix eine Fortsetzung seiner Original-Serie angekündigt, doch dann wurde es ruhig um „The OA“. Der Streamingdienst hatte seitdem viele Umbrüche durchgemacht und viele Fans fürchteten bereits, dass die eigenwillige Mysterie-Serie inzwischen der Schere zum Opfer gefallen ist. Das ist jedoch nicht passiert: „The OA“ Staffel 2 startete am Freitag, den 22. März 2019 auf Netflix. Die als „Teil 2“ bezeichnete Staffel besteht aus 8 Folgen/Kapiteln.

„The OA“ Staffel 2 – Trailer

Die Handlung bleibt komplex

Prairie Johnson alias OA kehrt zurück und ist erneut in verschiedenen Dimensionen unterwegs. In einer davon ist sie wieder die Gefangene von Hap. In Staffel 2 lernen wir Karim Washington kennen, einen Privatdetektiv, der nach der vermissten Teenagerin Michelle Vu sucht. Sein Weg kreuzt sich mit dem von OA.

Gemeinsam versuchen sie das Geheimnis von Michelles Aufenthaltsort zu lüften. Dabei stoßen sie auf ein Haus auf dem „Nob Hill“, in dem zahlreiche andere Teenager verschwunden sind. Währenddessen gehen BBA, Angie und die Jungs in der Ersten Dimension auf eine Reise, um die Wahrheit hinter OA und hinter den von ihr beschriebenen Dimensionen aufzudecken.

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Diese offene Fragen muss Staffel 2 beantworten

In „The OA“ Staffel 1 tauchte Prairie Johnson (Brit Marling) nach sieben Jahren ebenso geheimnisvoll wieder auf, wie sie verschwand. Doch die ehemals Vermisste ist nicht die Frau, die sie einmal war: Als Kind verlor sie nicht nur ihren Vater, sondern auch ihre Sehkraft. Nun hat sie wie durch ein Wunder ihr Augenlicht wiederbekommen. Auf einem Dachboden vertraut sie einer kleinen Gruppe von Auserwählten die unglaubliche Geschichte ihrer (Schicksalszahl!) 7-jährigen Abwesenheit an. Während sich Prairies Erlebnisse Folge für Folge verdichten, keimt in uns die drängende Frage nach der Wahrheit auf: Ist alles nur ausgedacht?

Bis ins kleinste Detail komponierten die Serienschöpfer Brit Marling und Zal Batmanglij die Mystery-Serie durch und lassen uns zappeln. Am Ende der acht Episoden starken ersten Staffel bleiben viele offene Fragen: Welche Bedeutung haben die Narben auf Prairies Rücken und der Name „OA“, wie Prairie sich selbst nennt? Warum kann sie wieder sehen, oder eher: Wieso hat sie ihr Augenlicht überhaupt verloren? Nach dem Eindruck von Staffel 1 kann man von einem komplexen Lösungskonstrukt ausgehen, das große Themen wie den Sinn des Lebens und des Todes aufgreift und Antworten mit Tiefgang sucht.

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Netflix entscheidet, aber die Fans geben den Impuls – Kommt Staffel 3?

Ob es zu einer dritten Staffel von „The OA“ kommen wird, entscheidet der Publikumserfolg. Anhand der starken medialen Aufmerksamkeit, die der Serienstart hervorrief, lässt sich zweifelsohne schon mal das hohe Interesse an der Serie feststellen – und auf weitere Fortsetzungen hoffen. Zudem ruft „The OA“ Staffel 2 bisher sehr positive Meinungen hervor (93% auf Rotten Tomatoes!) und scheint den hohen Erwartungen an die Fortsetzung gerecht zu werden.

Explizit gegen langfristige Fortsetzungspläne hat sich erfreulicherweise noch niemand geäußert, weder die ausführende Produktionsfirma von Brad Pitt, Plan B, noch die zwei Säulen der Serie, Brit Marling und Zal Batmanglij. Das Autorenduo Marling-Batmanglij hat sich durch die Zusammenarbeit am gelobten Independent-Film „The East“ unter den Kritikern einen (guten) Namen gemacht und arbeitete auch in dieser Produktion in allen Produktionsphasen eng miteinander. Zusammen entwickelten sie ihre Idee zum Drehbuch, woraufhin er Regie führte und sie vor der Kamera die Hauptrolle übernahm.

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