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Müssen wir doch nicht mehr für Netflix zahlen? Umstrittener Plan stößt auf Probleme

Müssen wir doch nicht mehr für Netflix zahlen? Umstrittener Plan stößt auf Probleme
© imago images / Hans Lucas

Netflix hatte vor einiger Zeit angekündigt, dass sie gegen das Teilen von Passwörtern vorgehen wollen. Bei ersten Tests gibt es aber wohl Probleme.

Netflix zählt zu den Vorreitern des Streamingbuisness. Vor einiger Zeit hat der Konzern das erste Mal seit zehn Jahren keine Kund*innen dazu gewonnen, sondern stattdessen Nutzer*innen verloren. Nach verschiedenen Tarifen für unterschiedlich viele Leute und mit schwankender Bildqualität soll schon bald eine weitere Option dazukommen, die Werbung beinhaltet. Außerdem möchte Netflix gegen die gemeinsame Nutzung von Accounts außerhalb eines Haushalts vorgehen. Damit reagiert der Dienst auf die schwere Krise inklusive des größten Börsenverlusts in der Geschichte des Streamingdienstes.

Da dem Unternehmen mit dem Teilen von Accounts zahlreiche zahlende Nutzer*innen entgehen, sollen zusätzliche Gebühren erhoben werden (via The Hollywood Reporter). In Chile, Costa Rica und Peru wird dies bereits getestet. Dort kostet das Teilen rund zwei bis drei US-Dollar für zwei weitere Nutzer*innen. Allerdings scheitert dort die kontroverse Netflix-Änderung. Wie Rest of World berichtet, ist ein Problem, das für viele unklar bleibt, was genau ein Haushalt ist. Erstmals hat der Streaminganbieter definiert, dass ein Haushalt die Personen beinhaltet, mit denen ein*e Kund*in zusammenlebt und nicht zwangsläufig die Familie gemeint ist. Das würde bedeuteten, dass Accounts an einen bestimmten Ort gebunden sind.

Ein noch größeres Problem: Nutzer*innen hätten keine einheitlichen Nachrichten zu den Änderungen bekommen und konnten bisher ohne Konsequenzen ihre Accounts ohne zusätzliche Gebühren teilen. Ein*e anonyme*r Mitarbeiter*in aus dem Kundenservice erklärt, wie auf Kund*innen reagieren werden soll, die ihren Account mit Haushaltsmitgliedern an unterschiedlichen Orten teilen. Demnach verifiziert ein Code die weiteren Nutzer*innen ohne einen Aufpreis. Der Testlauf zeigt, wie schwammig und schwer umsetzbar Netflix‘ neue Regeln sind. Zudem gab es wohl einige, die ihr Abonnement wegen des Aufpreises gekündigt haben. Das dürfte sicherlich nicht im Interesse der Verantwortlichen sein. Es bleibt abzuwarten, ob sich die Politik des Streamingdienstes dadurch noch einmal ändert.

Auf welche Netflix-Highlights ihr euch dieses Jahr noch freuen könnt, erfahrt ihr im Video:

Netflix plant Tarif mit Werbung

Wie The New York Times (via IndieWire) berichtet, möchte Netflix schon bis Ende 2022 einen Tarif mit Werbung anbieten. Das interne Memo, aus dem die Informationen hervorgehen, erklärt, dass diese Änderung schwierig, aber notwendig sei:

„Ja, das ist schnell und ambitioniert und wird einige Kompromisse erfordern. Jede große Streamingplattform, abgesehen von Apple, hat schon einen Service, der durch Werbung unterstützt wird oder einen angekündigt. Aus gutem Grund, die Leute wollen günstigere Optionen.“

Als Beispiele für den Erfolg, den Streamingdienste auch mit Werbung haben können, nennt Netflix die US-amerikanischen Plattformen Hulu und HBO Max. Trotzdem soll es weiterhin die Möglichkeit geben, Netflix auch ohne Werbung zu genießen.

Mit Sky Q bekommt ihr mehrere Streamingdienste zu einem günstigeren Preis

Netflix-CEO Reed Hastings hatte schon vor einigen Wochen angekündigt, dass ein Tarif mit Werbung kommen soll (via Deadline). Damals hieß es noch, dass es erst in ein oder zwei Jahren so weit sein soll:

„Eine Möglichkeit, die Preisspanne zu vergrößern, ist Werbung bei den Low-End-Tarifen und niedrigere Preise mit Werbung. Diejenigen, die Netflix verfolgen, wissen, dass ich gegen die Komplexität von Werbung und ein großer Fan der Einfachheit von Abos bin. Aber so sehr ich auch ein Fan davon bin, bin ich ein noch größerer Fan von Wahlmöglichkeiten der Konsument*innen. Es ergibt sehr viel Sinn, den Verbraucher*innen, die einen niedrigeren Preis wünschen und werbetolerant sind, das zu geben, was sie wollen. Das ist also etwas, was wir uns ansehen und in den nächsten ein oder zwei Jahren ergründen wollen.“

Welcher Streamingdienst am besten zu euch passt, könnt ihr in unserem Quiz herausfinden:

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