Panne bei der „Tagesschau“: Mikro bleibt bei privatem Gespräch der Moderatoren an

Author: Marek BangMarek Bang |

Wo Menschen arbeiten, passieren Fehler. Das mag zwar abgedroschen klingen, wird aber tagtäglich von uns allen unter Beweis gestellt. Jetzt hat es die Tagesschau erwischt, wo ein Mikrofon länger in Betrieb blieb als geplant.

Die „Tagesschau“ informiert uns täglich um 20:00 Uhr über das Geschehen in Deutschland und auf der ganzen Welt. Doch damit ist die Berichterstattung der ARD noch lange nicht an ihre Grenzen gestoßen. Nachrichten werden darüber hinaus an zahlreichen weiteren Zeitpunkten am Tag ausgestrahlt und laufen zusätzlich beim Ableger Tagesschau 24 in Dauerschleife. Dort kam es am 19. August 2019 zu einer kuriosen Panne bei der Wachablösung der Moderatoren.

Nachdem Claus-Erich Boetzkes seine „Tagesschau“-Ausgabe abmoderierte, begrüßte er seinen Nachfolger, den Chefsprecher Jan Hofer, den viele Zuschauer aus den Prime-Time-Ausgaben der ARD-Nachrichten kennen dürften. Normalerweise bleibt bei solch einer Übergabe der Ton im Studio abgeschaltet, doch an diesem Tag bekamen alle Zuschauer mit, was sich die beiden Herren zu sagen hatten. Den vollständigen Dialog könnt ihr euch im Video anhören:

Nicht nur bei einer Nachrichtensendung können Fehler passieren, auch in Serien läuft nicht immer alles nach Plan, wie ihr hier nachlesen könnt.

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Augen zu und durch: Die 20 trashigsten TV-Serien-Fehler

Frotzelei ist wohl nicht ganz ernst gemeint

Hätte man vorher gewettet, was sich Nachrichtensprecher nach Ende einer Sendung wohl zu erzählen haben, wohl kaum jemand hätte auch nur einen einzigen Bitcoin auf den Inhalt des Gesprächs zwischen Claus-Erich Boetzkes und Jan Hofer gesetzt. Doch die Unterhaltung ist nicht etwa fingiert, wie die Kollegen von t-online.de auf Anfrage erfahren haben. Hier noch einmal die Highlights des Dialogs: Claus-Erich Boetzkes fragte Jan Hofer, ob er bei seinem Auto die Achsen verstärken ließ, damit er die Honorare fahren könne, ohne dass das Ding wegknicke. Darauf entgegnete Hofer, er mache mittlerweile alles in Bitcoins. Später fügte er hinzu, dass seine Immobilien neu bewertet wurden und nun das Dreifache wert sei. „Warum arbeitest Du noch, Alter?“ wollte Boetzkes daraufhin wissen.

Irgendwann wurde die Panne bemerkt und die beiden Herren unterhielten sich wieder unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Das zuvor Gehörte sei rein privater Natur gewesen und nicht ernst gemeint, versichert Redaktionsleiterin Juliane Leopold gegenüber t-online.de. Diese Einschätzung ist durchaus realistisch, zumal die Honorare der „Tagesschau“-Sprecher mit 260 Euro pro Abend-Sendung eine derartige Prahlerei gar nicht hergeben. Jan Hofers Äußerungen zu Bitcoins und Immobilien dürften ein Scherz gewesen sein.

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