Girlfight - Auf eigene Faust Poster

Wie wäre es mit einer Horror-DVD zu Weihnachten – für 3.000 US-Dollar?

Andreas Engelhardt  

Ein Indie-Horrorfilm, der gerade einmal zehn Minuten geht, wird bei Amazon.com für 2.999,99 US-Dollar angeboten. Eigentlich müsste man annehmen, dass diese DVD zu einem waschechten Ladenhüter wird. Aber wenn die Menschheit eines beweisen hat, dann, dass man sie nie unterschätzen sollte. Denn eine DVD von „GirlFight“ wurde tatsächlich für fast 3.000 US-Dollar verkauft – und das soll erst der Anfang sein.

Die Meinung der Nutzer über den Indie-Horrorfilm „GirlFight“ (nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Film mit Michelle Rodriguez) fällt eindeutig aus. „Die schlechteste Art von Indie-/Amateurfilm. Ich habe ihn gesehen, also müsst ihr es nicht mehr tun.“ „Ich bin mir ziemlich sicher, dass der Elefant, der malen kann, einen besseren Job gemacht hätte.“ Wenn einen diese Einschätzungen schon nicht abschrecken, dann vielleicht das amtliche Preisschild für die DVD, das eigentlich als Scherz begann.

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Wie ein Bericht auf Creators.co verrät, dachte Kelcey Ceo, der kreative Kopf hinter „GirlFight“, nicht ernsthaft daran, dass jemand ihren Film über Models, die sich in einem Käfig aufs Blut bekämpfen, tatsächlich für 3.000 US-Dollar kaufen würde. Nachdem der Film beim Streaming-Dienst Amazon Video aus nicht näher genannten Gründen verboten wurde, nutze sie diese Hürde jedoch gleich als Werbung für die DVD und erlaubte sich den Preis-Witz. Verbote Horrorfilme strahlen offensichtlich weiterhin eine unwiderstehliche Anziehungskraft aus und so reichten drei Tage, bis jemand tatsächlich den horrenden Preis für gerade einmal zehn Minuten zweifelhafter Unterhaltung zahlte.

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Ursprünglich was das auch von Kelcey Ceo anders geplant, denn der Preis sollte massiv gesenkt werden, um die DVD zusätzlich als enorm reduziert zu bewerben – eben um schlanke 99%. Jetzt wo der Erfolg eintritt, bleibt der veranschlagte Preis aber natürlich da, wo er ist. Kelcey Ceo muss nämlich nur noch zwei weitere DVDs von „GirlFight“ verkaufen, dann kann sie endlich auch ihre Darstellerinnen bezahlen.

Vorher muss aber erst einmal das Budget von 2.500 US-Dollar ausgeglichen werden, wobei man sich angesichts der kostenlos verfügbaren PG-13-Version durchaus fragen kann, wo dieses Geld nur geblieben ist.

Wer dieses Jahr noch ein ausgefallenes Weihnachtsgeschenk sucht, ist mit „GirlFight“ sicherlich gut bedient. 3000 US-Dollar sind für so einen Spaß allerdings kein Pappenstiel. Immerhin unterstützt man damit aber auch die Darstellerinnen des Filmes, von denen einige so aussehen als würden sie gleich wegen Unterernährung zusammenklappen.

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