Yvan Attal

Schauspieler • Producer • Regisseur • Drehbuchautor
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Leben & Werk

Französischer Schauspieler, Regisseur, Drehbuchautor und César-Preisträger. Er begann seine Karriere in Rollen liebesverwirrter und Sinn suchender junger Männer („Eine Welt ohne Mitleid„, „Sex, Lügen und Intrigen“), arbeitete mit französischen Independent-Regisseuren wie Ivan Taieb („La Découverte du monde“) und Vincent Ravalec („Cantique de racaille“), spielte in Thrillern („München“, „Staatsauftrag Mord“) und entwickelte sich zum Charakterschauspieler. Yvan Attals Begegnung mit Charlotte Gainsbourg in Marion Vernoux‘ Dreiecksgeschichte „Love etc.“ (1996) führte ihn zur Regie eines Kurzfilms und von Komödien („Meine Frau, die Schauspielerin“), in denen er und Gainsbourg als gestresstes Paar auftrumpften. 2009 ist er der betrogene Ehemann von Kristin Scott Thomas in Catherine Corsinis Amour fou „Partir – Die Affäre“ und der betrügende Ehemann von Valeria Bruni-Tedeschi in Cédric Kahns Drama „Les regrets“. In Lucas Belvaux‘ Thriller „Rapt“ (2009) ist Attal der entführte Industrielle.

Yvan Attal wurde 1965 in Tel Aviv als Sohn jüdischer Algerienfranzosen (pieds noirs) geboren und wuchs in Créteil, südöstlich von Paris auf. Er studierte an der Schauspielschule Cours Florent und gab 1988 sein Bühnendebüt in Neil Simons „Biloxi Blues“ sowie sein Fernsehdebüt in „Parlez-moi d‘ amour“. In seinem ersten Kinofilm „Eine Welt ohne Mitleid“ (1989) spielt er den trotteligen Freund von Lebenskünstler Hippolyte Girardot. Regisseur Eric Rochant, entscheidend für Attals Karriere, setzte ihn 1991 in „Entführung aus Liebe“ als Geiselnehmer ein, der wegen Charlotte Gainsbourg einen Bus entführt und als Mossad-Agent in „Staatsauftrag Mord“ (1994), eine Rolle, die er später auch in Steven Spielbergs „München“ (2005) übernahm. Attal wirkte in Sydney Pollacks „Die Dolmetscherin“ und Thrillern mit, zu denen „Le serpent – The Snake“ und „Anthony Zimmer“ (2005) an der Seite von Sophie Marceau gehören. Im Actionthriller „Rush Hour 3“ (2007, mit Jackie Chan und Chris Tucker) ist er der Amerika feindliche Taxifahrer.

1997 inszenierte Attal den Kurzfilm „I Got a Woman“, der vom Partner einer jungen Filmschauspielerin handelt, der sich durch überhitzte Fantasie in grundlose Eifersucht steigert. Der Kurzfilm wurde zum Spielfilm ausgebaut und als erfrischende Liebeskomödie unter dem Titel „Meine Frau, die Schauspielerin“ (2001) ein großer Publikumserfolg. In Attals „Happy End mit Hindernissen“ (2004) sind Attal und Gainsbourg erneut ein verheiratetes Paar in einer Beziehungskomödie mit Hindernissen. 2010 nehmen die herzhaften Liebeserklärungen an Gainsbourg ihre Fortsetzung in „Les Sabines“, wo sie die Hauptrolle eines Hansdampf in allen Gassen spielt. 2009 inszenierte Attal eine Episode von „New York, I Love You„. 2010 inszeniert er „Capa en Israel“ und übernimmt die Hauptrolle des Fotografen Robert Capa, der 1948 die Gründung des Staates Israel mit der Kamera verfolgt.

Attal wurde 1989 mit dem Prix Michel Simon und 1997 mit dem Prix Jean Gabin ausgezeichnet. Für „Eine Welt ohne Mitleid“ erhielt er 1990 den César als Bester Nachwuchsdarsteller. Er war 2003 für den César als Bester Nebendarsteller in Jean-Paul Rappeneaus „Bon Voyage“, wo er einen entflohenen Häftling spielt, und 2009 als Bester Nebendarsteller für „Rapt“ nominiert.

Attal ist die französische Stimme von Tom Cruise.

Attal ist mit Schauspielerin und Sängerin Charlotte Gainsbourg verheiratet, mit der er zwei Kinder hat.

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