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Youn Yuh-Jung

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Leben & Werk

Seit fünf Dekaden steht die koreanische Schauspielerin bereits vor der Kamera, doch westliche Zuschauer*innen kennen ihren Namen erst dank ihres Auftritts im Immigranten-Drama „Minari – Wo wir Wurzeln schlagen“. Dafür gewann Youn Yuh-jung ihren ersten Oscar.

Das international hochgelobte Immigranten-Drama „Minari – Wo wir Wurzeln schlagen“ belebt besonders vom Auftreten der koreanischen Großmutter, die fabulös von Youn Yuh-Jung verkörpert wird. Ihre Darbietung brachte ihr nicht nur den ersten BAFTA und Screen Actors Guild Preis ein, sondern zugleich die Auszeichnung mit einem Oscar 2021 als Beste Nebendarstellerin.

Mit einer Karriere die 1966 begann, blickt Youn Yuh-Jung auf zahlreiche Filme, Serien und Bühnenengagements zurück. Im asiatischen Raum ist sie eine der Grand Dames, die häufig als Familienpatriarchin auftrat.

Youn Yuh-Jung als Femme Fatale

Nach ihrer Geburt am 19. Juni 1947 in Kaesong, Südkorea  schlug sie bereits kurz nach ihrem Studienbeginn eine Karriere als Schauspielerin ein. Erste Auftritte in koreanischen Fernsehproduktionen folgten, der erste internationale Ruhm folgte auf die Rolle als Femme Fatale im Film „Woman of Fire“ 1971.

Unter der Regie von Kim Ki-Young spielte sie wiederholt provokative weibliche Frauen, die sich bewusst den gesetzten Normen widersetzten. 1975 gab sie überraschend ihren vorläufigen Rücktritt aus der Schauspielerei bekannt, heiratete und immigrierte in die USA. Die Ehe war jedoch nicht von Dauer. Bereits drei Jahre vor der Scheidung 1987 gab sie ihr Schauspiel-Comeback bekannt.

Youn Yuh-Jung in Independent-Produktionen

Für Furore auf Festival-Zirkeln sorgte sie mit ihrem unbeschwerten Auftritt in „Eine Familie geht fremd“ (2003) und stahl die Show als Nebendarstellerin in der provokativen Neuverfilmung „Das Hausmädchen“ (2010).

2012 spielte Youn Yuh-Jung die Erbin eines großen Familienunternehmens in „Taste of Money“, die zu allem bereit war. In der Netflix-Serie der Wachowski-Schwestern „Sense8“ sah man sie als Weggefährtin von Sun Bak (Bae Doona) im koreanischen Gefängnis. Das bittersüße Drama „The Baccus Lady“ (2016) bescherte ihr weitere Auszeichnungen.

Youn Yuh-Jung in „Minari“

2020 kehrte sie für eine Rolle in die USA zurück. Das Immigranten-Drama „Minari – Wo wir Wurzeln schlagen“ von Regisseur Lee Isaac Chung schildert die Geschichte einer koreanischen Familie, die vom amerikanischen Traum beseelt nach Arkansas, USA umsiedeln. Nach anfänglichen Schwierigkeiten zieht die Großmutter aus Korea nach, die mit ihrer unkonventionellen Art für weitere Hindernisse beim Neuanfang sorgt. Mit sich führt sie das titelgebende koreanische Kraut Minari, dass geradezu überall wächst.

Youn Yuh-Jungs Darbietung überzeugte nicht nur Kritiker*innen und Publikum, sondern viele Kolleg*innen. Für ihre Nebenrolle wurde sie bereits mit einem BAFTA und einem Screen Actors Guild Award ausgezeichnet und erhielt am 25. April 2021 ihren ersten Oscar als Beste Nebendarstellerin im Alter von 73 Jahren. Sie ist die erste Koreanerin, die überhaupt für diesen Preis nominiert und ausgezeichnet wurde.

Filme und Serien

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