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Starrummel in Cannes

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Cannes ruft – und die Hollywood-Stars strömen nur so in das Städtchen an der Côte D’Azur, um bei den 61. Filmfestspielen dabei sein zu können.

Deutsches Traumduo im Kampf um die Goldene Palme: Wim Wenders und Campino Bild: Donata Wenders

Der offizielle Eröffnungsfilm wartet gleich mit einer hochkarätigen Besetzung auf: Julianne Moore, Danny Glover und Gael García Bernal spielen in der Romanverfilmung „Die Stadt der Blinden„. Das Drama basiert auf dem gleichnamigen Bestseller von Nobelpreisträger José Saramago und wurde inszeniert vonFernando Meirelles, der bereits mit „City of God“ einen großen Erfolg feiern konnte.

Mit „Die Stadt der Blinden“ hat Festivalleiter Thierry Frémaux einen perfekten Ersatz gefunden. Ursprünglich sollte „Burn After Reading„, das neue Werk der oscarprämierten Coen-Brüder, in Cannes Premiere feiern. Doch das Drama mit George Clooney und Brad Pitt in den Hauptrollen konnte nicht rechtzeitig fertig gestellt werden und wird nun erst im Herbst bei der Biennale in Venedig gezeigt.

Drei Oscars hat er schon im Schrank - jetzt hofft Clint Eastwood auf die Goldene Palme von Cannes Bild: Kurt Krieger

Staraufgebot im Wettbewerb

Brad wird allerdings trotzdem an die Croisette reisen und seine Freundin begleiten, die schwangere Angelina Jolie. Im Entführungsdrama „Changeling“ von Clint Eastwood spielt die schöne Angie die Hauptrolle – der offizielle Wettbewerbsbeitrag ist ein heißer Kandidat für die Goldene Palme. Im Rennen um den begehrten Filmpreis sind noch vier weitere US-Produktionen: „Synecdoche, New York“ von Hollywood-Visionär Charlie Kaufman, „Two Lovers“ mit Gwyneth Paltrow und die beiden Che-Guevara-Filme „The Argentine“ und „Guerilla“ vonSteven Soderbergh mit Benicio del Toro in der Rolle des Revolutionsführers.

Doch die europäischen Beiträge brauchen sich vor der amerikanischen Konkurrenz nicht zu verstecken. Für Deutschland tritt Wim Wenders an, der sein Drama „Palermo Shooting“ präsentiert. Darin spielt der „Tote-Hosen„-Frontmann Campino einen Fotografen, der auf Sizilien auf Selbstfindungstrip geht. Frankreich geht doppelt an den Start: Mit dem Drama „La frontière de l’aube“ von Philippe Garrel und „Un conte de Noël“ mit der großen Catherine Deneuve.

Der vierte "Indiana Jones" feiert seine Premiere an der Croisette Bild: Universal

Prominenter Laudator

Das asiatische Kino vertreten Eric Khoo mit „My Magic“ und Jia Zhangke mit „24 Cities„. Den Gewinner der Goldenen Palme zu ermitteln, dürfte eine kniffelige Aufgabe für die Jury werden. Präsident Sean Penn und seine Mitstreiter Alfonso Cuarón, Sergio Castellitto, Natalie Portman und Alexandra Maria Lara entscheiden bis zum großen Finale am 24. Mai, welcher Regisseur die prestigeträchtige Auszeichnung aus den Händen von Robert De Niro empfangen wird.

Der Hollywood-Veteran überreicht in diesem Jahr nicht nur die Palme d’Or, er stellt auch außer Konkurrenz seinen neuen Film „What Just Happened?“ vor, der als glanzvoller Abschluss des Festivals zu sehen ist. Ebenfalls außerhalb des offiziellen Wettbewerbs laufen der Animationsspaß „Kung Fu Panda“ und Woody Allens heiß erwartete neue Komödie „Vicky Cristina Barcelona“ mit den Hollywood-Schönheiten Scarlett Johansson und Penélope Cruz. Darüber hinaus feiert der Abenteuerfilm „Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels„, in dem Harrison Ford zum vierten Mal den berühmten Archäologen spielt, seine Welturaufführung.

Quentin Tarantino gibt sein Wissen gern an den Nachwuchs weiter Bild: Kurt Krieger
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Retro-Welle

In der offiziellen Nebenreihe „Un Certain Regard“ zeigt Andreas Dresen („Sommer vorm Balkon„) seinen neuen Film „Wolke Neun„, der vom späten Liebesglück zweier Rentner handelt. Fatih Akin, der im letzten Jahr selbst als Regisseur in Cannes vertreten war, ist Jury-Präsident dieser Sektion und verleiht den Prix Un Certain Regard, der mit 30.000 Euro dotiert ist und außergewöhnliche, ambitionierte Filme würdigt.

Jim Jarmusch

Sean Penn und sein Team haben die Qual der Wahl: Wer bekommt die Goldene Palme? Bild: Kurt Krieger

Film-Oldies erstmals auf der Leinwand

Ebenfalls zum 40. Mal jährt sich 2008 die 68er-Revolte. Wegen politischer Tumulte mussten die Filmfestspiele in diesem Jahr unterbrochen werden. Festivalleiter Thierry Frémaux plant, ungezeigte Filme von damals in diesem Jahr aufzuführen. Filmfans dürfen sich also beim 61. Festival de Cannes auf eine gelungene Mischung aus Hollywood-Glamour und cineastischen Leckerbissen freuen.

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