Eine Million Dollar fürs Drehbuchlesen

Ehemalige BEM-Accounts |

Woody Allen Poster

Der erste Kontakt über den Agenten, dann das Drehbuch lesen, dann im Casting die Konkurrenz ausstechen und dann lange auf den magischen Telefonanruf mit dem erhofften Zuschlag für die begehrte Rolle warten. Ach ja, die Gage muss ja auch noch verhandelt werden…

Ohne Moos nix los: Gary Oldman will erst Bares sehen Bild: Kurt Krieger

So geht es den weniger bekannten Schauspielern, wenn sie einen Part in neuen Filmprojekten erhaschen wollen. Zu denen gehört auch Samantha Morton immer noch - obwohl sie in Woody AllensSweet and Lowdown“ schon neben Sean Penn spielte, in Steven SpielbergsMinority ReportTom Cruise in die Zukunft schickte und als gebeutelte Mom aus Jim Sheridans Oscar-prämiertem Düster-Märchen „In America“ zu Tränen rührte.

Um so wütender war Morton, als sie für ihr neuestes Low-Budget-Drama „River Queen“ Landsmann Gary Oldman gewinnen wollte. Denn der schmiss die Reihenfolge gehörig durcheinander: Er forderte sofort eine Million Dollar Gage für seinen Auftritt, ohne diese Zusage wollte er noch nicht einmal das Drehbuch lesen.

Gary im goldenen Käfig?

Ein wenig überraschend kommt das schon, gilt Oldman doch als vollendeter Edel-Mime, der sich gerne auch in Independent-Filmen wie dem „Sex-Pistols“-Biopic „Sid und Nancy“ oder dem von Quentin Tarantino geskripteten „True Romance“ tummelt. Mit „Nil by Mouth“ zog er als Autor, Regisseur und Produzent sogar schon auf eigene Faust ein Indie-Projekt durch. Den chronisch leeren Geldbeutel bei einem solchen Unterfangen sollte er also eigentlich noch in Erinnerung haben. Vielleicht hat Oldman ja sein letzter Auftritt im Mega-Blockbuster „Harry Potter und der Gefangene von Askaban“ etwas den Boden unter den Füßen verlieren lassen.

Bilderstrecke starten(197 Bilder)
Alle Bilder und Videos zu Woody Allen

Morton kochte jedenfalls vor Wut: „Wir wollen Gary unbedingt für ‚River Queen‘ und dann sowas! Das ist einfach nur armselig!“ Samantha prophezeite dem gierigen Kollegen auch gleich eine wenig erfreuliche Zukunft, falls er sich nicht bessern sollte: „Diese Top-Schauspieler legen sich Leute zu, die alles für sie tun, und fünf Jahre später haben Sie keine Ahnung mehr, wie man selbst eine Rechnung bezahlt, geschweige denn, wie man ein Essen kocht!“

„River Queen“ spielt im 19. Jahrhundert und erzählt die Geschichte der jungen Sarah O’Brien (Morton), die in Neuseeland zwischen ihrer eigenen und der Kultur der Maori hin- und hergerissen ist. Regie führt Vincent Ward, der „Last Samurai“ mit Tom Cruise produzierte und „Hinter dem Horizont“ mit Robin Williams inszenierte. Kiefer Sutherland spielt die männliche Hauptrolle.

Vielleicht überlegt sich ja Herr Oldman bei solcher Prominenz am Set die Sache nochmal…

Zu den Kommentaren

News und Stories

  • Happy Birthday Woody Allen - Der Stadtneurotiker wird 80

    Seine Rolle in Der Stadtneurotiker aus dem Jahr 1977 machte ihn einst berühmt, nun wird Woody Allen, der schon lange zu den produktivsten wie kreativsten Regisseuren Hollywoods zählt, 80 Jahre alt. Müde scheint der kultige Filmemacher, Schauspieler und Drehbuchautor aber noch lange nicht zu sein. Die Devise des Multitalents lautet weiterhin: "Ein Film pro Jahr"; ganz aktuell ist er mit dem Mystery-Drama Irrational...

    Kino.de Redaktion  
  • Emma Stone an Bord bei "Love May Fail" von "Silver Linings"-Autor Matthew Quick

    Ob The Amazing Spider-Man, Birdman oder kurz hintereinander gleich zwei Woody Allen-Streifen (Magic in the Moonlight und ganz aktuell seit dem 15. November Irrational Man), Emma Stone scheint für jeden Film eine Bereicherung. Die 27-jährige Hollywood-Schauspielerin zählt zu den vielbeschäftigsten Akteurinnen der Traumfabrik, und dieser Erfolgstrend will auch weiterhin nicht abzureißen: Der nächste Deal ist mit Love...

    Kino.de Redaktion  

Kommentare

  1. Startseite
  2. News
  3. Star-News
  4. Woody Allen
  5. Eine Million Dollar fürs Drehbuchlesen