Leben & Werk

Als „Liebhaber vom Dienst“, immer charmant und jugendlich unbekümmert bis ins Alter, machte Willy Fritsch (1901 – 1973) im Film der 20er und 30er Jahre schnell Karriere. Der blonde Kavalier mit sonnigem Gemüt spielte gelegentlich Agenten (Fritz Langs „Spione“) oder Raketenbauer (Langs „Die Frau im Mond„). Seine große Zeit begann mit dem Tonfilm, als er sofort mit den Operetten und musikalischen Lustspielen „Die Drei von der Tankstelle“ („Ein Freund, ein guter Freund…“) und „Der Kongreß tanzt“ (als russischer Zar) Erfolg hatte und mit seiner Partnerin Lilian Harvey (1906 – 1968) zum „Traumpaar des deutschen Films“ avancierte. Ihre in den Filmen gesungenen Lieder wie „Liebling, mein Herz lässt dich grüßen“ oder „Du bist das süßeste Mädel der Welt“ wurden populäre Schlager. Der in Kattowitz geborene Fritsch blieb jedoch im Gegensatz zu Harvey auf die deutschen Versionen der Filme, die auch in französischen Fassungen parallel gedreht wurden, beschränkt. Seit Mitte der 30er Jahre legte Fritsch seine Rollen ironischer an, trat gar in einer Doppelrolle in „Amphitryon“ als strahlender Krieger und olympischer Lustgreis auf. In dem gelungenen Screwball-Comedy-Versuch „Glückskinder“ sang er mit Oskar Sima und Harvey den Gassenhauer von Peter Kreuder „Ich wollt‘, ich wär ein Huhn“. Neben der quirligen Marika Rökk spielte er in „Frauen sind doch bessere Diplomaten„. Nach dem Krieg parodierte er sein eigenes Liebhaber-Image in „Film ohne Titel“ an der Seite von Hildegard Knef. Er trat in Heimatfilmen wie „Wenn der weiße Flieder wieder blüht“ (Debütfilm von Romy Schneider) oder „Schwarzwaldmelodie“ auf und spielte in seinem letzten Film „Das hab’ich von Papa gelernt“ an der Seite seines Sohnes Thomas Fritsch. 1963 veröffentlichte er seine Memoiren. 1965 erhielt er das Filmband in Gold für langjähriges und hervorragendes Wirken im deutschen Film.

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