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Berlinale 2011: Die Rossellini - alles bleibt in der Familie

Kino.de Redaktion |

William Hurt Poster

Isabella Rossellini ist gar nicht so, wie man sie sich nach all den Fotos vorstellt, auf denen sie ihr schönes Gesicht ätherisch blickend für den Kosmetikhersteller Lancôme in die Kamera hält. Sie lacht herzhaft und anscheinend gerne und hat einen hintersinnigen Humor. All das zeigte sie auf der Pressekonferenz des Films „Late Bloomers“, in dem sie in ihrer ersten Hauptrolle seit langem zu sehen ist. Zu Ehren der Jurypräsidentin Rossellini feierte der Film von Julie Gavras in der Reihe Berlinale Special Premiere im Friedrichstadtpalast. In „Late Bloomers“ spielt Rossellini Mary, die sich von ihrem Ehemann Adam (William Hurt) trennt, nur damit sich beide neu finden können. Das Besondere ist, dass die Hauptfiguren keine jungen, knackigen Menschen sind, sondern aktive Endfünfziger, die plötzlich feststellen, dass sie zu den Senioren zählen. Rossellini selbst hat gute Erfahrungen mit dem Altern: „Filme über das Altwerden sind immer so furchtbar dramatisch. Meine eigenen Erfahrungen sind eher komisch und das wollte ich zeigen.“ Rossellini berichtete auch, dass sie ihr Alter genießt. Sie mache jetzt eher exzentrische Dinge wie die „Green Pornos“, die man auf Youtube sehen kann, berichtete sie lachend. Die auch als Insektenpornos bekannten Kurzfilme zeigen Rossellini, die auf sehr skurrile Weise Insekten darstellt, die Sex haben. Derlei skurriler Dinge hat sich die Regisseurin Julie Gavras nicht bedient, sondern eine romantische Komödie geschaffen. Mit ihrer Hauptdarstellerin Rossellini verbinden sie mehrere Faktoren. Beide sind Filmschaffende in der zweiten Generation: Gavras ist die Tochter des Filmemachers Constantin Costa-Gavras, der auf der Berlinale 2008 Vorsitzender der Jury war – Rossellini trägt den berühmten Namen ihres Vaters Roberto. Außerdem kennt Rossellini die jetzige Regisseurin seit ihrer Kindheit. „Sie hat damals schon alles ganz genau beobachtet“, erinnerte sich die Schauspielerin. Genau das hat Gavras auch für ihren Film getan und sich ganz genau die Welt der Älteren angeschaut: „Ich hatte sogar eine Zeit lang ein Abo für ein Seniorenmagazin“, sagte Gavras.Dabei ging es auch um das Thema Sex. „Das war etwas peinlich“, berichtete Rossellini. Sie und William Hurt hätten bei den Dreharbeiten nackt in einer Wanne gesessen. „William hat nur zu mir gesagt, ‚Na ja, es ist, wie es ist‘“, sagte sie lachend und meinte damit, dass beide nicht mehr so flott aussehen, wie früher. Auf die Frage nach dem Geheimnis ihrer Schönheit lachte das ehemalige Fotomodell laut. „Ich weiß es wirklich nicht! Ich wünschte, es gäbe etwas, dass ich dann geheim halten könnte.“ Offensichtlich liegt die Schönheit in der Familie, denn sie ist ihrer berühmten Mutter Ingrid Bergmann wie aus dem Gesicht geschnitten. Rossellinis Tochter, Elettra Wiedemann, war im Jahr 2006 das Gesicht von Lancôme, sie ist also in die Fußstapfen ihrer Mutter getreten. Es bleibt in der Familie.
Heute im Wettbewerb: „Saranghanda, Saranghaji Anneunda – Kommt Regen, kommt Sonnenschein“: von Yoon-ki Lee, mit Soo-jung Lim und Bin Hyun, Korea. „Wer wenn nicht wir“: von Andres Veiel, mit August Diehl, Lena Lauzemis, Alexander Fehling und Susanne Lothar, Deutschland.„Odem – Lipstikka“: von Johnathan Sagall, mit Klara Khoury, Nataly Attiya, Moran Rosenblatt, Ziv Weiner und Daniel Caltagirone, Israel.

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