William Goldman

Schauspieler • Drehbuchautor
William Goldman Poster

Leben & Werk

Einer der renommiertesten Drehbuchautoren Hollywoods, zugleich Autor von Romanen und Sachbüchern, wurde William Goldman zwei Mal mit dem Oscar für das beste Drehbuch ausgezeichnet: 1969 für George Roy Hills Nostalgie-Western „Butch Cassidy and the Sundance Kid – Zwei Banditen“, in dem Paul Newman und Robert Redford die um eine Lehrerin (Katherine Ross) buhlenden titelgebenden Eisenbahnräuber auf der Flucht bis nach Bolivien spielen, und 1976 für den Politthriller „All the President’s Men – Die Unbestechlichen“, in dem Robert Redford und Dustin Hoffman die Washington-Post-Reporter Woodward und Bernstein verkörpern, die durch ihre Recherchen im Fall Watergate den Sturz des Präsidenten Richard M. Nixon herbeiführten. Goldman ist in den verschiedensten Genres bewandert und zeigt seine Virtuosität in der Anlage komplexer Plots in allen Bereichen des Kriminalfilms (Politaffären in John SchlesingersDer Marathon-Mann“ und Clint Eastwoods „Absolute Power“, einer Abrechnung mit dem US-Präsidenten; Einbruch in großem Stil in Peter Yates‘ „Vier schräge Vögel„; Untersuchung auf einer Militärbasis in Simon Wests „Wehrlos“), in der Western-Parodie „Maverick“ (mit James Garner und Mel Gibson als Vater&Sohn-Trickbetrüger-Gespann), in Horrorthrillern (Adaption von Stephen Kings „Misery“, um eine fanatische Leserin, die ihren Lieblingsautor ans Bett fesselt und malträtiert), Science-Fiction-Filmen („Die Frauen von Stepford“, über eine Stadt mit Roboterfrauen), starbestückten Kriegsfilmen („Die Brücke von Arnheim„), Abenteuerepen (die Horrorlöwen in der afrikanischen Savanne in Stephen Hopkins‘ „Der Geist und die Dunkelheit„) und Biopics (Robert Downey, Jr. in Richard Attenboroughs „Chaplin“). Vor seiner Arbeit als Drehbuchautor schrieb Goldman mit seinem Bruder James Stücke für den Broadway. Sein erstes Drehbuch schrieb er auf Bitten des Schauspielers Cliff Robertson, der dann in der James-Bond-Parodie „Agenten lassen bitten“ (1965) – Goldmans erster Vorspann-Credit – die Hauptrolle spielte. Für das Detektivdrama „Ein Fall für Harper“ (mit Paul Newman) erhielt er 1966 den Edgar-Allan-Poe-Drehbuchpreis. Goldman wuchs in Evanstown, Illinois, auf und machte seinen M.A. an der Columbia University. Neben über 20 Romanen („Der goldene Tempel“, 1957 im Alter von 24 Jahren entstanden; dem Fantasy-Roman „Die Brautprinzessin“, 1987 nach eigenem Drehbuch von Rob Reiner verfilmt; „Magic“, 1978 nach eigenem Drehbuch, mit Sir Anthony Hopkins und Ann-Margret in den Hauptrollen verfilmt) schrieb Goldman drei hochgelobte Sachbücher über Hollywood und die Entertainment-Industrie, von denen „Das Hollywood-Geschäft“ ins Deutsche übersetzt wurde. Von der amerikanischen Screen Writers Guild wurde er mit dem Lifetime Achievement Award ausgezeichnet, ebenso vom National Board of Review of Motion Pictures.

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