Kaum einer gab dem Grusel-Genre soviele Impulse wie er.

Horror-Großmeister Wes Craven ("Scream) ist tot, Bild: Universal

Der Filmemacher Wes Craven, einer der Großmeister des amerikanischen Horrorkinos, ist im Alter von 76 Jahren in Los Angeles gestorben. Er erlag den Folgen eines Hirntumors.

Craven führte in den 80ern Freddy Krueger, den Schlitzer mit der Krallenhand, und in den 90ern den Killer mit der „Scream“-Maske in die Alltagsmythologie und populäre Kultur ein und war mit John Carpenter, Tobe Hooper und George A. Romero einer der Begründer des modernen Horrorfilms.

Wes Craven, als Wesley Earl Craven 1939 in Cleveland geboren, studierte Literatur, Philosophie und Psychologie und wechselte nach kurzer Dozententätigkeit zum Film, wo er als Cutter bei B-Filmen arbeitete. 1972 debütierte er in der Regie mit „Das letzte Haus links“. Der Film war der entscheidende Schritt auf dem Weg zum mit schwarzem Humor gespickten Splatter- und Slasher-Subgenre des modernen Teenager-Horrorfilms.

„Danke für die Gänsehaut“

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Bob Weinstein, Chef des Studios hinter Cravens „Scream“-Serie, erinnerte in einem betroffenen Statement an die 20 Jahre währende Freundschaft, die ihn mit Wes Craven verband und ehrte ihn: „Er war ein perfekter Filmemacher, sein Lebenswerk wird immer Bestand haben.“

Die „Scream“-Stars Courteney Cox und Sarah Michelle Gellar nahmen via Twitter Abschied: „Heute hat die Welt einen großen Mann verloren, meinen Freund und Mentor Wes Craven“, schrieb Cox und Gellar erinnert an „eine der freundlichsten, höflichsten Persönlichkeiten, die großartige Gruselfilme machte.“

Regisseur James Wan, der vor „Fast & Furious 7“ die „Saw“-Reihe ersann, trauert um sein Idol: „Ich kann es nicht glauben. Ich fühle tiefe Trauer nach dem Tod Wes Cravens. Er war eine meiner größten Inspirationen.“

Komödienmacher Paul Feig, der gerade die „Ghostbusters“ wiederbelebt, twittert: „RIP Wes Craven. Du warst einzigartig. Vielen Dank für all die Jahre voller Gänsehaut und Vergnügen.“

In den letzten zehn Jahren war es ruhiger um Wes Craven geworden. Er verwaltete sein Erbe und trat als Produzent einer Reihe von Remakes seiner frühen Klassiker in Erscheinung. „Scream 4“ inszenierte er 2011 wieder selbst – es ist seine letzte vollendete Regiearbeit.

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