Davon träumt jeder Schauspieler: einmal so gut sein, dass der Regisseur völlig außer Fassung gerät!

Nah am Wasser gebaut: Ang Lee Bild: Kurt Krieger

Gelungen ist das einem Darsteller-Duo beim Dreh zum Drama „Gefahr und Begierde„. Die beiden spielten ihre Sex-Szene so inbrünstig, dass Ang Lee beim Zusehen einen Weinkrampf bekam. „Das ist mir noch nie passiert“, schniefte der Oscar-Preisträger später. Dabei sollte er nach sensiblen Kinojuwelen wie „Brokeback Mountain“ und „Der Eissturm“ eigentlich an aufwühlende Filmsequenzen gewöhnt sein.

Allerdings handelt es sich bei dem Liebesakt auch um die absolute Schlüsselszene eines Films, der bereits für jede Menge Wirbel in den USA, China und jetzt auch bei den Filmfestspielen von Venedig gesorgt hat. In „Gefahr und Begierde“ soll eine chinesische Studentin (Wei Tang) in ihrem von Japanern besetzten Heimatland ein Attentat auf einen feindlichen Agenten (Tony Leung) vorbereiten - eben, indem sie ihn nach allen Regeln der Kunst verführt.

Zensur!

Doch während die fragliche Filmsequenz beim Regisseur für Tränen der Rührung sorgte, reagierten die Sittenwächter in den USA deutlich weniger sensibel: Sie verpassten dem Film eine Freigabe ab 18 - kein Wunder in einem Land, in dem sich Lee schon wegen „Brokeback Mountain“ völlig unverhältnismäßigen Anfeindungen ausgesetzt sah. In China gingen die Zensoren gleich noch einen Schritt weiter und schnitten zahlreiche Szenen einfach heraus - ansonsten dürfte der Film dort gar nicht laufen.

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Glück für’s deutsche Publikum: Bei uns gibt’s „Gefahr und Begierde“ ab 18. Oktober zu sehen - und das, so wie es aussieht, weitgehend ungeschnitten!

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