Walter Schmidinger

Schauspieler
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Leben & Werk

Der Österreicher Walter Schmidinger gilt als Ausnahmeschauspieler. Neben seiner über 50-jährigen Theater-Karriere wirkte er auch in einigen hochkarätigen Film- und Fernsehproduktionen mit. 2006 war er in Hans-Christian Schmids Kino-Drama „Requiem“ zu sehen.

Walter Schmidinger wurde am 28. April 1933 in Linz in Österreich geboren. Nach einer Lehre zum Verkäufer und Dekorateur entschied er sich für den Beruf des Schauspielers. Er absolvierte eine Ausbildung am Max-Reinhardt-Seminar in Wien und erhielt sein erstes Engagement am Theater in der Josefstadt. Es folgten Stationen in Bonn und Düsseldorf. Ab 1969 spielte er drei Jahre lang an den Münchner Kammerspielen bevor er an das Bayerische Staatsschauspiel München wechselte, zu dessen Ensemble er über ein Jahrzehnt gehörte und in vielen Stücken brillierte. 1984 ging Schmidinger nach Berlin, wo er zunächst an der Schaubühne, später am Schillertheater, dem Deutschen Theater und schließlich am Berliner Ensemble arbeitete. Weitere gefeierte Auftritte hatte Schmidinger unter anderem bei den Salzburger Festspielen und am Wiener Burgtheater. Wesentlich seltener, dafür nicht weniger beeindruckend präsentierte sich der Theater-Routinier vor der Kamera. 1973 war Schmidinger in einer Nebenrolle in Maximilian Schells „Der Fußgänger“ zu sehen. 1979 drehte er ebenfalls unter Schells Regie „G’schichten aus dem Wienerwald“. Mit Regisseur Ingmar Bergmann arbeitete er bei den Filmen „Das Schlangenei“ (1977) und „Aus dem Leben der Marionetten“ (1980) zusammen. Neben seinem Freund Klaus Maria Brandauer wirkte er in István Szabos „Hanussen“ als Propaganda-Chef mit (1988). Zuletzt war der Schauspieler in Hans-Christian Schmids Teufelsaustreibungs-Drama „Requiem“ (2006) als Pfarrer zu sehen. Fernsehzuschauer konnten Schmidinger in Fernsehspielen wie Egon Günthers „Hanna von Acht bis Acht“ (1983), Stanislav Barabas‘ „Die Friedenmacher“ (1984), „Spiel im Schloß“ (1985) von Otto Schenk sowie in Urs Eggers Zweiteiler „Opernball“ bewundern. Hinzu kamen Gastrollen in beliebten Krimi-Reihen wie „Tatort“, „Derrick“ und „Der Alte„.

Neben der Schauspielerei ist Schmidinger berühmt für seine Lesungen und Rezitationsabende von Autoren wie Arthur Schnitzler über Bertold Brecht bis Joseph Roth und Karl Valentin. 2003 gab Stephan Suschke die Schmidinger-Biografie „Angst vor dem Glück“ heraus. Der gebürtige Linzer Walter Schmidinger lebt heute in Berlin.

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