Leben & Werk

Bissig, angeberisch, hinterhältig und erklärter Feind von Kindern, Tieren und Weihnachten, die er mit misstrauischem Hass verfolgte, tat der auch im Leben exzentrische Filmkomiker W. C. Fields (1880 – 1946) all die Dinge stellvertretend, die das Publikum gerne getan hätte, sich aber nicht traute. Dabei arbeitete er mit den gemeinsten Tricks und war insofern seiner Zeit weit voraus. Als William Claude Dukenfield geboren, war er Jongleur auf Rummelplätzen und Artist im Varieté, bevor er 1915 zum Film kam und seine Bühnen-Sketche weiterentwickelte. Zwar schon im Stummfilm bekannt, begann seine wirklich große Zeit mit dem Tonfilm, als er seinen schlagfertigen, bösen Wortwitz mit Gehässigkeiten aller Art nach eigenen Drehbüchern, die er oft unter Pseudonym verfasste, einbringen konnte. Betrüger und aufgeblasene Charaktere wurden seine Spezialität, die Handlung spielte eine immer geringere Rolle, das Chaos regierte. Die Einzige, die ihm das Wasser reichen und rhetorisch Paroli bieten konnte, war Mae West: Ihr einziges Zusammenspiel in „My Little Chickadee“ (so titulierte ihn West im Film) war ein Gipfeltreffen. Fields, der trinkfreudige Misanthrop, wich nur in der Rolle des Humpty Dumpty in „Alice in Wonderland“ und des Mr. Micawber in „David Copperfield“ von seinem üblichen Zynismus ab. Er verfasste drei Bücher und starb mit einer letzten Ironie an einem Weihnachtsabend. 1976 wurde er in dem Biopic „W. C. Fields and Me“ von Rod Steiger verkörpert.

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