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Leben & Werk

Mit über zwanzig Fernsehfilmen gehört Vivian Naefe zu den gefragtesten deutschen Regisseurinnen und Drehbuchautorinnen. Fast alle Filme sind Frauenfilme, tragen „Frauen“ im Titel und kreisen, „Tatort“-Ausflüge eingeschlossen, im jeweiligen Genre als Beziehungs- und Liebeskomödien, Dramen, Kriminalfilme, Tragikomödien und Psychothriller um weibliche Probleme zwischen Alltag und Abenteuer, Frust und Lust, Karriere und Chaos. Fürs Kino inszenierte Naefe drei Spielfilme.

Vivian Naefe wurde 1956 in Hamburg geboren, verfasste als Kind Gedichte und war Jugendmeisterin im 100-Meter-Lauf und im Fünfkampf. Sie studierte an der Deutschen Journalistenschule und arbeitete als Reporterin und Filmkritikerin für die Münchner „Abendzeitung“, bevor sie ihr Studium an der Hochschule für Fernsehen und Film aufnahm und 1983 mit „Zuckerhut“ abschloss. Seit 1998 ist Naefe Dozentin für Regie an der Filmkademie Ludwigsburg und gehört zum Hochschulrat der HFF München.

Durch eine Babypause bedingt, ging Naefes Regiekarriere erst 1986 („Ticket nach Rom„) los. Seitdem spielten Schauspielerinnen wie Barbara Auer, Veronica Ferres, Senta Berger, Renan Demirkan, Marie Bäumer und Barbara Rudnik unter ihrer Regie. Filme wie „Man(n) sucht Frau“, „Ich liebe den Mann meiner Tochter“ und „Frauen lügen besser“ tragen ihren Inhalt im Titel. In „Einer geht noch“ geht es um einen Frauenkegelclub, im Zweiteiler „Eine ungehorsame Frau“ macht Veronica Ferres als Hausfrau mit Mumm Karriere in einem Verlag, in „Bobby“ kümmert sich Ferres als Mutter um einen Mongoloiden, in „Einmal so wie ich will“ verschlägt es Senta Berger auf die Farm von Götz George in Afrika, in „Wellen“ spielt Marie Bäumer eine geheimnisvolle Frau, die 1914 am Nordseestrand für Turbulenzen in einer Familie sorgt, in „Für immer jung“ kommen alte Freunde zum Klassentreffen und tauschen Lebenslügen aus.

Fürs Kino inszenierte Naefe die Entführungsgeschichte „Meine Tochter gehört mir“ (1991), die Barbara Auer (1988 in Naefes „Der Boss aus dem Westen„) bekannt machte und mit zwei Filmbändern in Gold ausgezeichnet wurde (Film und Auer). Die nach Venedig führende Beziehungskomödie „2 Männer, 2 Frauen - 4 Probleme“ (mit Heino Ferch) wurde 1996 ein Flop. Erst 2005/06 gelangte mit der Verfilmung des Erfolgsromans „Die wilden Hühner“ von Cornelia Funke („Herr der Diebe“) wieder ein Film von Naefe ins Kino. Die Geschichte um fünf Freundinnen und ihre Banden-Konkurrenten erzählt mit viel Witz von Teenagern, Hühnerdieben, erster Liebe, Arbeitslosigkeit und Alltagsproblemen.

In der TV-Komödie „Fünf-Sterne-Kerle inklusive“ gewinnt Katherina Wackernagel als Katrin in einem Preisausschreiben eine Winterurlaubsreise und wird dort Opfer eines abgekarteten Spiels. Naefe hat das Drehbuch anhand der Romanvorlage von Gaby Hauptmann geschrieben. Eine weitere turbulente Komödie war 2006 mit „Vater Undercover - Im Auftrag der Familie“ zu sehen. Carlo (Armin Rhode), der gerade mit seiner Frau (Esther Schweins) in ein neues Domizil eingezogen ist, verliert seinen Arbeitsplatz, verschweigt dies und gerät in ein Netz aus Notlügen. Als Kinofilm erschien 2007 die zweite Funke-Verfilmung „Die Wilden Hühner und die Liebe„. Diesmal - im Gegensatz zum Vorgänger - ein Jugendfilm, der sich dem Thema Liebe annimmt. Wie beim Vorgänger tauchen wieder Veronica Ferres als Taxi-Mutti und Thomas Kretschmann als Vater Christian auf. Naefe gelingt es erneut, ihr Zielpublikum zu gewinnen, sei es durch Sprache oder natürliche Spielweise der Darsteller.

Für den „Tatort: Kleine Diebe“ wurde Naefe 2000 mit dem Bayerischen Fernsehpreis ausgezeichnet. Die Regisseurin lebt mit ihrer Tochter in München.

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