Virginia Madsen

Schauspielerin • Producerin • Sprecherin
Virginia Madsen Poster
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Leben & Werk

Anerikanische Schauspielerin. Verführerin, Femme fatale, blondes Gift, Geliebte, Lehrerin, Wissenschaftlerin, Kellnerin und sorgende Ehefrau: Seit ihrem Debüt 1983 hat Virginia Madsen in 70 TV- und Kinofilmen eine Vielzahl unterschiedlichster Frauentypen verkörpert, war in den 80er- und 90er-Jahren in sechs Filmen („Class“, „Creator“, „Slam Dance“, „Gotham“, „The Hot Spot„, „Candyman„) nackter Blickfang und nicht wählerisch bei der Auswahl ihrer Rollen. Gehörten diese Produktionen auch nicht zu den Geschichte schreibenden Werken, so hat Madsen immer mit ihrer Präsenz für Aufmerksamkeit gesorgt. Eine Weile fast vergessen, erlebte sie 2005 mit der Weinballade und dem Road Movie „Sideways“ ein großartiges Comeback, das ihr außer Oscar- und Golden-Globe-Nominierungen 17 Filmpreise einbrachte. Nach 20 Jahren Hollywood sah Madsen strahlend aus wie zu Beginn ihrer Karriere und trug 2005 bei der Verleihung der Academy Awards ein königsblaues, schulterfreies Abendkleid, das alles in den Schatten stellte.

Virginia Madsen wurde 1961, 1962 oder 1963 in Chicago als Tochter eines Feuerwehrmanns dänischer Herkunft und der Autorin Elaine Madsen als jüngste von drei Geschwistern geboren. Ihr älterer Bruder ist der Schauspieler Michael Madsen („Kill Bill“). Sie nahm Tanz- und Schauspielunterricht und studierte nach dem High School-Abschluss an der Northwestern University in Illinois. 1982 ging sie nach Los Angeles, debütierte in „Class“ und wurde als Prinzessin Irulan in David Lynchs „Der Wüstenplanet“ (1983) bekannt (Madsen war eine der ersten Schauspielerinnen, die 1993 Videogames, hier „Dune 2: The Battle For Arakis“ synchronisierten). Sie spielte das Mordopfer in Wayne Wangs „Slam Dance“, die Geliebte von Diktator Benito Mussolini in einer Mini-Serie, den Südstaaten-Vamp, der Don „Miami Vice“ Johnson im Film noir „The Hot Spot“ (1989) zu Mord und Bankraub treibt und die bisexuelle Schauspielerin im Biopic „Colette“ (1991). Populär machte Madsen auch ihre Rolle als Anthropologin im Horrorfilm „Candymans Fluch“ (1992).

Nebenrollen in „Highlander II“, „Teuflische Schlange“, „God’s Army“, „Das Attentat“, „Der Regenmacher“, „Das Geisterschloss“, „Mr. North„, Auftritte in Serien wie „Das Model und der Schnüffler„, „Frasier„, „Star Trek: Raumschiff Voyager“, „CSI: Miami„, „Liga der Gerechten“, „The Practice – Die Anwälte“ und „Smith“ (2006) machten Madsen zu einer viel beschäftigten Schauspielerin. Nach dem Triumph in „Sideways“ als Ehefrau von Harrison Ford wurde sie von Jim Carrey („Number 23“) und von Billy Bob Thornton („The Astronaut Farmer„) beinahe wieder stereotypisiert. Nur Robert Altman wusste die umwerfend erotische Madsen als durchs Theater schwebenden blonden Todesengel in „Robert Altman’s Last Radio Show“ (2006) perfekt einzusetzen.

Virginia Madsen ist in Michael Jacksons Musikvideo „Liberian Girl“ zu sehen.

Virginia Madsen war von 1989 bis 1992 mit Regisseur Danny Huston („Colette“) verheiratet. Von Schauspieler Antonio Sabato Jr. hat sie einen Sohn (1994).

Virginia Madsen wurde für „Candyman“ mit dem Saturn Award (1993) und für „Sideways“ unter anderem mit den Preisen der Filmkritiker von New York, Los Angeles, Boston, Seattle, Toronto, Vancouver und Dallas und dem Independent Spirit Award ausgezeichnet. Für ihre Lehrerin im TV-Western „Crossfire Trail – Der Ritt nach Hause“ (2001, mit Tom „Magnum“ Selleck) erhielt sie den Western Heritage Award. Für ihre kriminelle Galeristin in „Artworks“ (TV 2003) wurde Madsen mit dem Slate Award des California Independent Film Festival ausgezeichnet.

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