Benigni erneut mit großer Kriegs-Romanze

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Sein Auftritt bei den Oscars 1998 gehört zu den großen, unvergesslichen Momenten in der Geschichte der Academy Awards.

Schneekönig: Auch über den Deutschen Filmpreis durfte sich Benigni freuen Bild: Guiseppe Gnoni

Es war auch einfach zu schön, wie Roberto Benigni einem Derwisch gleich durch den Saal und auf die Bühne wirbelte, Kusshände in alle Richtungen verteilte und in wunderbar italienisch gefärbtem Englisch immer wieder rief: „Ei äm ah soh gräitfull, sänk ju! - Ich bin so dankbar, danke, danke!“

Drei Oscars hatte „Das Leben ist schön“ gewonnen, sein ebenso poetisches wie erschütterndes Holocaust-Melodram. Einer davon ging an Benigni selbst, der als erster Schauspieler in einer nicht-englischsprachigen Rolle die Trophäe als bester Hauptdarsteller errang.

Nun steht Benigni erneut vor und hinter der Kamera, um die Schrecken der Vernichtung und die Poesie der Liebe einen erschütternden Reigen tanzen zu lassen: „La tigre e la neve - Der Tiger und der Schnee“ heißt sein neuestes Projekt. Schauplatz ist diesmal der Irak zur Zeit des US-Angriffs vor einem Jahr. Hauptfigur ist ein schmachtender Dichter, Ziel seiner amourösen Träume ist Benignis Frau Nicoletta Braschi - wie bereits in „Das Leben ist schön.“

Vom Publikum die lange Nase gezeigt

Überhaupt setzt Benigni auf seine bewährte Truppe: Beim Drehbuch hilft Benignis langjähriger Co-Autor Vincenzo Cerami und die Musik steuert Nicola Piovani bei, der für „Das Leben ist schön“ ebenfalls einen Oscar einheimste. Ein neues Gesicht am Set ist das von Jean Reno, der eine Nebenrolle übernimmt.

Schon diese Woche fällt in Rom die erste Klappe, bevor das Team nach Tunesien weiterzieht und die letzten Szenen dann in den Papigno Studios bei Terni in Umbrien filmt.

Ein Schelm, wer Benigni dabei unterstellt, er kehre nur deshalb zu bewährtem Muster zurück, weil sich seine „Pinocchio„-Verfilmung außerhalb Italiens als Megaflop entpuppte…

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