Vincent Perez

Schauspieler • Regisseur • Drehbuchautor
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Leben & Werk

Er ist der Mann für romantische Stunden, gefühlvolles Flüstern und abenteuerliches Handeln. Der gutaussehende Vincent Perez mit den leicht melancholischen Augen und den glatten Gesichtszügen war der falsche Verseschmied, der der Angebeteten unter dem Balkon in „Cyrano de Bergerac“ die Worte widmet, die der im Gebüsch versteckte wirkliche Autor (Gérard Depardieu) ihm zuflüstert. Seitdem ist der 1964 in Lausanne geborene Perez in Europa der Held von Mantel-und-Degen-Filmen und historischen Stoffen wie „Die Bartholomäusnacht“ als Geliebter der Königin (Isabelle Adjani), oder „Indochine“, wo er in den 1930er Jahren der Geliebte einer Plantagenbesitzerin (Catherine Deneuve) und ihrer vietnamesischen Adoptivtochter wird, oder „Amy Foster“, wo er Rachel Weisz buchstäblich aus dem Meer vor die Füße gespült wird.

Perez‘ Rollen haben auffallend wenig Dialog, seine Augen- und Körpersprache reicht völlig für die Herstellung von Liebesbeziehungen wie der mit Sophie Marceau in der modernen Liebesgeschichte „Fanfan und Alexandre“ oder der mit Irène Jacob, mit der er in „Jenseits der Wolken“ ein Paar bildet, das aber nicht zueinander findet. Regisseur Patrice Chéreau, in dessen Schauspielklassen in Nanterre Perez studiert hatte, erfüllte ihm einen Traum mit der Rolle der transsexuellen Viviane in seinem Film „Wer mich liebt, nimmt den Zug„.

1996 drehte Perez mit dem zweiten Teil der Comic-Verfilmung „The Crow – Die Rache der Krähe“ seinen ersten US-Film. 2000 folgte „Ich träumte von Afrika„, in dem er als frischgebackener Ehemann von Kim Basinger mit ihr auf den schwarzen Kontinent ziehen durfte, im Jahr darauf der Vampir-Horror „Die Königin der Verdammten„, in dem Perez vor allem in mittelalterlichen Rückblenden als Mentor des Vampirs Lestat (Stuart Townsend) zu sehen war. Parallel drehte er auch in Europa, u.a. stand er für Raoul Ruiz‘ starbesetzte Proust-Adaption „Die wiedergefundene Zeit“ (1999) neben Cathérine Deneuve und Emmanuelle Béart vor der Kamera.

Eine Rückkehr zum Mantel-und-Degen-Film bildete Gerard Krawczyks Remake von „Fanfan la Tulipe“, das 2003 die Filmfestspiele in Cannes eröffnen durfte. Als Titelheld tritt Perez in die Fußstapfen von Gérard Philipe und darf sich von der Zigeunerin Adeline (Penelope Cruz), in deren Armen er letztendlich landet, die Hand einer Königstochter weissagen lassen. Bei den Frauen ebenso erfolgreich wie im Fechtkampf, darf Perez‘ Fanfan den programmatischen Satz „Ein Soldat entvölkert, ich bevölkere“ verkünden. 2004 sah man ihn in dem Fernsehfilm „Frankenstein“ als „gutes“ Monster Deucalion, das zusammen mit der Polizistin Carson O’Connor (Parker Posey) gegen seinen Schöpfer ankämpft, sowie im russischen Geheimdienst-Thriller „Apokalypse Code“.

Der Schauspieler arbeitet auch als Regisseur. Mit „Peau d’ange – Engel weinen nicht“ startete 2002 sein erster Spielfilm, der von Luc Besson produziert wurde und auf dem Montréal World Film Festival lief. Für seinen fünf Jahre später folgenden Thriller „Si j’etais toi“ („The Secret“), der von einer toten Mutter erzählt, die in der Tochter wiedergeboren wird, konnte er David Duchovny und Lili Taylor gewinnen. Zuletzt rang Perez zusammen mit Désiree Nosbusch in der Bavaria Film-Produktion „Die Jahrhundertlawine„, die im Februar 2009 im Fernsehen Premiere hatte, gegen die drohende Gefahr eines katastrophalen Lawinenabgangs.

Nach Beziehungen u. a. mit Jacqueline Bisset und Carla Bruni ist Perez seit 1998 mit der Schauspielerin Karine Silla verheiratet und hat mittlerweile drei Kinder mit ihr. Vervollständigt wird die Familie durch Sillas Tochter Roxane (aus ihrer Beziehung mit Gérard Depardieu).

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