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Aragorn platzt der Kragen

Alexander Jodl |

Viggo Mortensen Poster

Jeder hat mal einen miesen Tag. Wenn aber einem Gentleman wie dem „Herr der Ringe“-Star Viggo Mortensen der Kragen platzt, muss sich einiges angestaut haben.

Viggo Mortensen ist seit den 80er Jahren im Geschäft – und gehört zum Besten, was Hollywood an Charakterdarstellern zu bieten hat. Weltberühmt wurde er durch seine Rolle als edler Waldläufer Aragorn im „Herrn der Ringe“. Doch wer ihn in seinem letzten Film „Captain Fantastic“ gesehen hat, fragt sich, warum der Mann immer noch keinen Oscar im Regal stehen hat.

So oder so: Wenn der 57-jährige Schauspieler etwas sagt, sollte man zuhören – nicht zuletzt, da er im Ruf steht, auch privat ein extrem angenehmer und reflektierter Mensch zu sein.

Doch jetzt hat bei dem zurückhaltenden Star etwas das Fass zum Überlaufen gebracht: Ganz offensichtlich das Verhalten einiger Kollegen, mit denen er am Set zusammenarbeiten musste. Für einen Mann mit Stil offenbar eine Qual, was er da mitansehen musste – und für den Nachwuchs noch dazu ein ganz mieses Beispiel.

Dieser Ärger musste raus – und zwar vor der Presse: „Die Leute sind teils komplett kindisch“, ärgerte sich Mortensen. „Dabei gibst du als Schauspieler den Ton an. Junge Schauspieler sehen, wie sich alte Schauspieler kindisch aufführen: ‚Ich will den größten Trailer, ich will zur Premiere in dieses Land und meine Familie mitnehmen‘ – und natürlich muss der Verleiher dafür zahlen“, beschwerte er sich gegenüber dem Guardian.

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„Sie bringen ihre Agenten dazu, Privilegien in die Verträge einzuarbeiten – und dann sagen Sie ‚Oh, das steht wirklich so in meinem Vertrag?!?‘ – als hätten sie nichts damit zu tun. Keine gute Entschuldigung für einen Erwachsenen. Und dann noch wie sie sich benehmen oder mit der Crew umgehen… Ein Haufen erfahrener Schauspieler bleibt nicht mal da, wenn die Kamera aus ist. Oder liefern einen so miesen Job vor der Kamera ab, dass klar ist: Es bedeutet ihnen einen Scheiß.“

Dazu noch diese Award-Geier – die machen ihn wohl regelrecht krank: „Dann gibt es noch dieses ganze Wettbewerbs-Denken, befeuert von den ganzen wuchernden Award-Shows. Da heißt es Jobs annehmen, nur damit du nominiert wirst. Szenen an sich reißen. Die weinen dann nur, damit sie nominiert werden – die anderen Schauspieler interessieren sie einen Dreck.“

Klingt zugegebenermaßen alles nicht wirklich erbaulich. Gibt’s auch eine Lehre, die man daraus ziehen sollte? „Ein Film funktioniert nur, wenn Menschen sich aufeinander einstellen. Und wenn nicht… Tja: Der Philosoph Lao Tse hat gesagt: ‚Wenn du deine Richtung nie änderst, könntest du wieder da landen, wo du hergekommen bist‘“.

Wer genau ihm so auf die Nerven geht, hat er leider nicht gesagt. Weder der chinesische Philosoph - noch 2500 Jahre später Viggo Mortensen.

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