Leben & Werk

Deutsche Regisseurin und Drehbuchautorin. Vanessa Jopp inszenierte mit „Vergiss Amerika“ (1999), „Engel & Joe“ (2001) und „Komm näher“ (2006)aufregende Gesellschaftsporträts um junge Menschen, die Einsamkeit von Großstädtern und die Lebenswut von Außenseitern. In hren Geschichten sollen sich „die Schauspieler mit den vielen Unsicherheiten, Scham- und Triumphgefühlen und den unerwarteten Situationen, die das Leben bereit hält, zurechtfinden…Das präzise Einfangen alltäglicher Rituale und die Figurenzeichnung haben eine eine präzise Stilisierung zum Ziel. Realität wird verdichtet.“ (Joop)

Vanessa Jopp wurde 1969 (andere Quellen: 1971) in Leonberg, Württemberg geboren und studierte nach dem Abitur in Madrid an der Universidad Antonio de Nebrija Spanisch. Zurück in Deutschland, begann sie Wirtschaftswissenschaften zu studieren, brach das Studium nach dem Vordiplom ab und studierte von 1993 - 1999 an der Hochschule für Film und Fernsehen München. Während des Studiums arbeitete sie bei Werbefilm- und Musikvideo-Produktionen in Stuttgart und New York, nahm zwischen 1996 und 1998 Schauspielunterrich am Actors Studio, inszenierte vier Kurzfilme, führte Sketchregie bei der „SAT.1 Wochenshow“, besuchte Dramaturgieseminare (u.a. bei Doris Dörrie) und führte Regie in der 1. von fünf Episoden des Spielfilms „Honolulu“ (1999).

„Vergiss Amerika“, Vanessa Jopps Abschlussfilm an der HFF-München, erzählt eine jugendliche Dreiecksgeschichte (mit Franziska Petri, Roman Knizka, Marek Harloff) um Liebe und Freundschaft in den neuen Bundesländern und wurde u.a.mit dem Hypo-Förderpreis und dem First Steps Award des Filmfests München 2000 ausgezeichnet. „Engel & Joe“ entstand nach der „Stern“-Reportage von Kai Hermann, schildert eine Liebe gegen den Rest der Welt zwischen einer Ausreißerin (Jana Pallaske) und einem Punk (Robert Stadtlober) in Köln und wurde auf den Filmfestivals Tallin und Toronto 2001 (Bester Hauptdarsteller) ausgezeichnet. Mit dem elegant vernetzten Berliner Großstadtreigen „Komm näher“, in dem Meret Becker eine allein erziehende Putzfrau mit pubertierender Tochter spielt, waren Becker und Jopp für den Deutschen Filmpreis 2006 nominiert.

Zwischen den Kinofilmen entstand der „Tatort: Der Schwarze Troll“ (2003; Radio Bremen, Kommissarin Sabine Postel). Vanessa Jopps Regievorbilder sind Lars von Trier und David Lynch, ihr Ziel ist, „mit Leichtigkeit versuchen, einen schönen Film zu machen“.

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