Uwe Ochsenknecht

Uwe Ochsenknecht

Leben & Werk

Zeitweilig einer der populärsten deutschen Schauspieler in Film und Fernsehen, gelang Uwe Ochsenknecht der Durchbruch in Doris Dörries “Männer”-Komödie, in der er den Grafiker, langhaarigen Althippie und Rivalen von Heiner Lauterbach spielte.

Der blonde Ochsenknecht mit dem rundlichen Gesicht, der stets wirren und lockigen Mähne, die im Lauf der Jahre einer Halbglatze wich, dem Drei-Tage-Bart und den dichten Augenbrauen, die das markante Kinn unterstützen, wurde 1956 in Mannheim geboren, sang schon mit acht im Kinderchor und fing mit 14 als Komparse am Theater an. Seit 1977 beim Fernsehen und in Wolfgang Petersens “Das Boot” als Bootsmann Lamprecht im Film bekannt geworden, spielte er für Dörrie nach dem “Männer”-Erfolg in “Geld” einen spießigen Ehemann, in “Erleuchtung garantiert” einen Küchenvertreter auf Selbstfindungstrip und in “Bin ich schön?” einen sentimentalen Familienvater.

Unter Ochsenknechts zahlreichen Rollen ragen der Fälscher der Hitler-Tagebücher in Helmut Dietls Medien-Satire “Schtonk!”, der Liebhaber der Sängerin (Katja Riemann) in “Ein Mann für jede Tonart” sowie der geschiedene und vereinsamte Vertreter, der mit einer TV-Moderatorin eine unfreiwillige Odyssee in “Weihnachtsfieber” erlebt, heraus. Für die Rolle des arbeitslosen Schalke-Fans Hans Pollak, der in der Sozialkomödie “Fußball ist unser Leben” einen Star-Spieler entführt, wurde Ochsenknecht 2000 als Bester Hauptdarsteller mit dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet.

Der in den letzten Jahren vor allem für das Fernsehen tätige Ochsenknecht spielte dort unter anderem den Reichskanzler Otto von Bismarck und war in aufwändigen Mehrteilern wie “Dune – Der Wüstenplanet” und “Die Kreuzritter” zu sehen. Für das Kino stand er als Papst Leo X. für das Historienepos “Luther”, als Vater eines Fußballknirpses in “Die wilden Kerle 1 & 2″ (in denen seine Söhne Jimmy Blue und Wilson Hauptrollen hatten) sowie – erneut für Dietl – in “Vom Suchen und Finden der Liebe” vor der Kamera. Bemerkenswert auch sein Auftritt als bloßgestellter Gourmetkoch, der zum Geiselnehmer wird, in der schwarzen Komödie “Die Bluthochzeit“.

Als Sänger hat Ochsenknecht mehrere Alben eingespielt.

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