Ursela Monn

Ursela Monn

Leben & Werk

Die Rolle der frechen Berliner Göre Rieke in der Fallada-Verfilmung „Ein Mann will nach oben“ machte Ursela Monn 1978 schlagartig bekannt. Den Rollen als patente, zupackende Frau blieb Monn meist treu. Sie gehört damit seit Jahrzehnten zu den beliebtesten Fernsehdarstellerinnen Deutschlands.

Ursela Monn wurde am 2. Dezember 1950 als Tochter eines Schweizers und einer Irin in Berlin-Frohnau geboren. Dort besuchte sie die französische Schule. Seit ihrem elften Lebensjahr bekam Ursela Monn Ballettunterricht. Später studierte sie eineinhalb Jahre am Max-Reinhardt-Seminar in Wien. Ihre Bühnenkarriere startete Ursela Monn als Musicaldarstellerin im Stück „Anatevka„. Die Nachwuchsschauspielerin fiel Boy Gobert auf, der sie 1969, noch vor dem Ende ihrer Ausbildung, an das Thalia Theater in Hamburg holte. Monn blieb bis 1976 in Hamburg, schied dann jedoch aus dem Ensemble aus, um ihre Fernsehkarriere voranzutreiben. Das gelang ihr mit der Rolle der Rieke Busch in der 13teiligen Literaturverfilmung „Ein Mann will nach oben“. Als freche Göre mit typischer Berliner Schnauze verzauberte sie 1978 die Fernsehnation und wurde praktisch über Nacht zum Star. Noch im gleichen Jahr war sie in dem Sozialdrama „Die Faust in der Tasche“ erstmals im Kino zu sehen. Danach wirkte Monn vorwiegend in Fernsehfilmen mit und spielte regelmäßig in TV-Serien, darunter „Dr. Monika Lindt – Kinderärztin, Geliebte, Mutter“ (1998) „Klinik unter Palmen“ (ab 1999), „Tierärztin Dr. Mertens“ (ab 2006) und die preisgekrönte Comedy-Serie „Doctor’s Diary“ (ab 2008), in der sie unwiderstehlich die penetrante Serien-Mutter der Hauptdarstellerin Diana Amft, alias Dr. Gretchen Haase, gibt. Regelmäßig hatte Ursela Monn Gastauftritte in Krimi-Reihen wie „Derrick“ „Der Alte“ oder „Tatort“, aber auch in Herz-Schmerz-Liebesfilmen nach Rosamunde Pilcher, Inga Lindström oder Katie Fforde. 2012 stand sie in einer Hauptrolle für die Katie-Fforde-Verfilmung „Eine teure Affäre“ in den USA vor der Kamera. Wesentlich seltener, dafür aber sehr erfolgreich, wirkte Ursela Monn in Kinoproduktionen mit. So drehte sie 1983 unter der Regie von Herbert Ballmann die tragikomische Kino-Komödie „Einmal Ku’damm und zurück“. Für ihre Rolle der Ost-Berlinerin Ulla Haferkorn erhielt sie 1985 den Ernst-Lubitsch-Preis und das Filmband in Gold des Bundesfilmpreises. Einen weiteren Kinoerfolg konnte sie neben Walter Roderer in Gustav Ehmcks Komödie „Ein Schweizer namens Nötzli“ (1988) feiern. Neben ihrer Arbeit für Film und Fernsehen, steht Ursela Monn nach wie vor auf der Bühne und führte auch schon Regie. Außerdem veröffentlichte sie einige Alben, unter anderem mit Berliner Chansons, und ist als Sprecherin für Hörspiel-Produktionen tätig.

Ursela Monn engagiert sich für die Hospiz-Bewegung und ist Botschafterin der „Stiftung Pflege“. Die Schauspielerin ist Trägerin des Verdienstordens des Landes Berlin und des Bundesverdienstkreuzes. Ursela Monn hat einen Sohn, Marc. In dritter Ehe ist sie mit dem TV-Produzenten Michael Wintzer verheiratet, mit dem sie in Berlin lebt.

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