Ulrich Thomsen

Schauspieler • Producer • Regisseur • Drehbuchautor
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Leben & Werk

Dänischer Charakterdarsteller, dem 1998 in Thomas Vinterbergs „Das Fest“, dem ersten den „Dogma“-Regeln folgenden Spielfilm, ein sensationeller Durchbruch gelang, wo er als Christian, Sohn eines Patriarchen, auf dem Familienfest den sexuellen Missbrauch durch den Vater öffentlich macht. Thomsen ist wie Madds Mikkelsen („Casino Royale“) Star in seiner Heimat, hat mit bedeutenden Regisseuren des Landes wie Ole Bornedal, Susanne Bier und Vinterberg gearbeitet und außer in dänischen in deutschen Filmen gespielt Seine internationale Karriere begann mit der Rolle des von Pierce Brosnan erschossenen Schurken Sasha Davidov in „James Bond 007 – Die Welt ist nicht genug“ (1999) begann und führte zu seinem Jerusalemer Tempelmeister in Ridley Scotts Epos „Königreich der Himmel“ (2004).

Ulrich Thomsen wurde 1963 auf Fünen, Dänemarks zweitgrößter Insel geboren, zog nach dem Abitur durch die Welt, arbeitete als Pizzaboy in Beverly Hills und wurde 1989 in die Staatliche Theaterschule in Kopenhagen aufgenommen. Nach dem Abschluss 1993 war er auf den Bühnen des Landes zu sehen und debütierte als Rowdy im Pub in Bornedals Horror-Thriller „Nightwatch – Nachtwache“ (1994). 1996 fiel er als Bankräuber in „Zwei Helden“ auf und wurde als Bester Nebendarsteller mit dem nationalen Filmpreis „Robert“ ausgezeichnet.

Dem Triumph in „Das Fest “ folgten für den 1,80 großen Blonden mit der fast immer verhangenen Miene schwarzhumorige Gaunerkömödien wie „Flickering Lights – Blinkende Lichter“, wo er zum Quartett der flüchtenden Kopenhagener Räuber gehört, oder die bissige Komödie „Adams Äpfel“ (2005), wo er mit Glatze als Landpfarrer Ivan in einer Oase der Nächstenliebe wirkt. In Per Flys Drama „Das Erbe“ (2004) muss er entscheiden, ob er die bankrotte Firma des gestorbenen Vaters übernehmen will und verliert als Konzernchef seine Seele. In Christoffer Boes Drama „Allegro“ (2006) sinnt er als Konzertpianist über sein Leben nach. Als erfolgreicher Militär kehrt er in Biers Drama „Brothers – Zwischen Brüdern“ (2004) nach einem Einsatz in Afghanistan als anderer Mensch zurück.

Ulrich Thomsen ist gern gesehener Gast in deutschen Filmen, wo er mit einer Nebenrolle an der Seite von Martina Gedeck in der Komödie „Bella Martha“ (2001) begann und Gedeck in der TV-Produktion „Ins Leben zurück“ (2003) wiedersah, wo er als Polizist die ihre verstorbene Tochter suchende Frau unterstützt. Er wirkte in der Hundekomödie „Sergeant Pepper“ (2003) als Familienvater mit und im Kammerspiel „Der Liebeswunsch“ (2006, mit Jessica Schwarz und Barbara Auer).

Ulrich Thomsen wurde mehrfach ausgezeichnet, zwei Mal als Bester Hauptdarsteller mit dem dänischen Oscar „Bodil“ (für „Das Fest“ und „Das Erbe“) und zwei Mal als Bester Hauptdarsteller mit dem „Robert“ (für „Das Fest“ und „Das Erbe“). Für „Brothers“ erhielt er auf dem Festival von San Sebastian die Silberne Muschel als Bester Darsteller. Für „Adams Äpfel“ wurde er 2006 auf dem Festival von Fantasporto ausgezeichnet.

Ulrich Thomsen hat Kiel zu seiner Wahlheimat gemacht.

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