Leben & Werk

Durch die Begegnung mit dem Regisseur Marco Ferreri ist Ugo Tognazzi (1922 - 1990) zu seinen besten Rollen gelangt. Für Ferreri war er der passive Ehemann von Marina Vlady in „Die Bienenkönigin“ und einer der vier, sich systematisch zu Tode essenden Männer in dem Skandalfilm „Das große Fressen“. Tognazzi war auch einer der Großen der Commedia all’italiana, die er um zahlreiche groteske Charaktere bereichert hat, welche die Eigenheiten des Alltags sozial scharf, komisch und bitter abbilden und mit einem entsprechendem Wortschwall begleiten. Hatte Tognazzi, seit 1950 beim Film, in jenem Jahrzehnt kaum bedeutende Rollen, wurde

er in den 60ern mit einer Reihe von Komödien, in denen das italienische Eheleben, die Heuchelei des Bürgertums und die Scheidungsgesetze attackiert werden, zum Publikumsliebling, der sich als stoischer Frauenheld („Unmoralisch lebt man besser“) oder aufrührerischer Arbeiter (in „La Califfa“ neben Romy Schneider) bewährte. Kassenschlager wurden die drei Filme, in denen er mit Michel Serrault das homosexuelle Paar um den titelgebenden Nachtclub „Ein Käfig voller Narren“ spielte. Tognazzi, der nur selten mit italienischen Autorenfilmern gearbeitet hat (Ausnahme: Pier Paolo Pasolinis „Porcile“), hatte einen späten Erfolg mit seiner Leistung als Käsefabrikant, dessen Sohn entführt wird, in Bernardo Bertoluccis „Die Tragödie eines lächerlichen Mannes“, für den er in Cannes als Bester Hauptdarsteller ausgezeichnet wurde. In den letzten Jahren wandte er sich wieder der Bühne zu, wo er in der Nachkriegszeit populär geworden war.

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