Udo Lindenberg

Schauspieler • Producer • Musiker • Produzent • Regisseur • Drehbuchautor
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Leben & Werk

Udo Lindenberg ist die graue Eminenz des deutschen Rock. Mit seinem schnoddrigen Gesangsstil und seinen provokant-klamaukigen Texten hat „Don Lindi“ die deutsche Sprache ohne falsche Vorbehalte für die Rockwelt salonfähig gemacht. Der am 17. Mai 1946 im westfälischen Gronau geborene Musiker beginnt als Zwölfjähriger mit dem Schlagzeugspiel und macht sich 1962 auf eine musikalische Wanderschaft, die schließlich (vorerst) in Münster auf der Musikakademie endet. 1968 zieht es ihn nach Hamburg, wo er im Folgejahr bei den City Preachers um die Sängerin Inga Rumpf einsteigt. Kurz darauf gründet er die Band Free Orbit, wendet sich mehr und mehr dem Jazz zu und arbeitet 1970 mit Klaus Doldinger zusammen. Mit der Jazz-Rock-Formation Emergency veröffentlicht er 1971 das englischsprachige Album „Lindenberg“, 1972 folgt der deutsche Erstling: „Daumen im Wind“, der Lindenberg als strengen, aber schmunzelnden Beobachter der Bonner Republik zeigt. Der Durchbruch gelingt 1973 mit dem Album „Andrea Doria“. Lindenberg hat seine eigene Sprache zwischen bissigem Witz und Gesellschaftssatire gefunden, die er mit einer großen Portion Klamauk und allerlei lustigen Figuren wie „Rudi Ratlos“, „Elli Pirelli“ oder „Bodo Ballermann“ anreichert. Er problematisiert das Wettrüsten („Wozu sind Kriege da“) ebenso wie den eigenen Hang zum Suff („Lady Whiskey“) und geht mit dem Panikorchester, einer schrillen und hart rockenden Kostümtruppe auf Reisen. Der Wahl-Hamburger und Hotelbewohner zelebriert Weltuntergangsszenarien und ausgefallenen Sex auf dem Flügel und wird zur Kultfigur. In seinem politischen Bemühen um die Aussöhnung der beiden deutschen Staaten landet Lindenberg 1983 einen Riesenhit. Aus dem Jazz-Klassiker „Chattanooga Choo Choo“ wird der „Sonderzug nach Pankow“, in welchem er freundlich aber respektlos Erich Honecker um ein Gastspiel in der DDR bittet. Der Staatsratsvorsitzende erfüllt ihm diesen Wunsch, jedoch nur für ein einziges Konzert. Auf die erste Ost-Tournee muss Lindenberg bis zum Mauerfall warten. Für seine Bemühungen um die Verständigung zwischen den beiden deutschen Staaten erhält der Mann im engen Frack 1989 das Bundesverdienstkreuz am langen Band. Als feste Größe im Showzirkus lebt Udo auch seine zweite große Liebe, die Malerei, öffentlich aus. Die mit bunten und hochprozentigen Getränken gemalten „Likörelle“ zeigen oft den Meister selbst. 1996 stellt er erstmals aus, 2003 eröffnet er in der Hamburger St. Pauli Kirche den Bilderzyklus „Die zehn Gebote“. Bisher sind auch etliche Bücher des Rockers erschienen, darunter „Hinter all den Postern“ (1978), „Rock und Rebellion“ (1981) und die Autobiografie „El Panico“ (1989). Mit dem Song „Hallo Angie, das merkel ich mir“ bezieht der SPD-nahe Altstar 2005 wieder Position zur politischen Lage.

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