Alle Bilder und Videos zu Udo Jürgens

Leben & Werk

Udo Jürgens (dessen erster Künstlername übrigens Bolàn war) kommt als Udo Jürgen Bockelmann 1934 in Kärnten zur Welt. Die Mutter stammt aus Schleswig-Holstein, Vater Bockelmann aus Moskau. Ein Onkel mütterlicherseits ist der berühmte Dada-Künstler Hans Arp. Udo wächst mit seinen Brüdern Manfred und John auf, studiert später Musik am Mozarteum in Salzburg und gewinnt 1950 bei einem Komponisten-Wettbewerb des Österreichischen Rundfunks mit dem Lied „Je t’aime“ den ersten Preis. 1960 komponiert er für Shirley Bassey „Reach For The Stars“ und landet damit einen Welthit, 1964 nimmt er mit „Warum nur, warum?“ für Österreich am Grand Prix Eurovision de la Chanson teil und wird Fünfter. Unter dem Titel „Walk Away“ verkauft sich die englische Version, gesungen von Matt Monroe, über 1,5 Millionen Mal und gelangt auf Platz eins der britischen Hitparade – die Originalversion wird in Frankreich zur Nummer eins. Auch 1965 („Sag ihr, ich lass‘ sie grüßen“, Platz vier) und 1966 („Merci Chérie“, Platz eins) steht Jürgens ganz oben auf dem Siegertreppchen der Schlagerolympiade. 1971 singt er „Zeig mir den Platz an der Sonne“ für die ZDF-Fernsehlotterie. 1978 gelingt ihm mit der Fußballer-Hymne „Buenos Dias, Argentinia“ sein größter Erfolg: Die Platte wird erst vergoldet, dann gibt es Platin. Bis heute hat Jürgens über 800 Titel geschrieben. Zu seinen Evergreens zählen Schlager wie „Griechischer Wein“ und Grotesken wie „Aber bitte mit Sahne“. Dann und wann werden bei Udo auch sozialkritische Töne laut: 1982 sang er „Fünf Minuten vor zwölf“ im Geiste der erstarkenden Öko-Bewegung, 1983 thematisiserte er mit „Traumtänzer“ das Wettrüsten. Bis heute ist Jürgens eine feste Größe in der deutschen Schlagerlandschaft geblieben und verordnet sich auch noch mit über siebzig Jahren ein beachtliches Arbeitspensum. Nie hat der Lebemann Jürgens dabei ein Geheimnis daraus gemacht, dass er das Leben (und die Frauen) genießt – bei ihm geht es „Mit 66 Jahren..“ eben erst richtig los. Er ist Träger des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland, des Großen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich und eines Ehren-Professorentitels. 2001 macht ihn seine Vaterstadt Klagenfurt zum Ehrenbürger. Doch ganz bürgerlich ist Udo damit noch lange nicht: „Es lebe das Laster“ gibt er im Jahre 2002 als Devise aus. 2005 erscheint das Album „Jetzt oder nie!“. Nach einer weiteren ausverkauften Deutschland-Tournee, bei der der Künstler ohne Begleitung einer Band am Flügel auftrat, veröffentlichte Jürgens das Live-Album „Der Soloabend – Live am Gendarmenmarkt“ auf CD und DVD. Wenig später folgte die Hits-Kopplung „Vielen Dank für die Blumen“.

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