Tye Sheridan

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Leben & Werk

Trotz seines herausragenden Talents blieb der Jungdarsteller Tye Sheridan lange unter dem Radar. Mit Steven Spielbergs Mega-Blockbuster „Ready Player One“ feiert der gebürtige Texaner seinen triumphalen Einzug in die Welt von Hollywood.

Wer Interviews mit Tye Sheridan schaut, wird sofort die charmante Gelassenheit des Jungstars bemerken. Selbstsicher, augenzwinkernd und erwachsen erzählt er von seiner bodenständigen Kindheit in der texanischen Gemeinde Elkhart, die im Jahr 2010 gerade einmal 1371 Einwohner zählte. Tye Sheridan wuchs hier als ältestes Kind seiner Mutter Stephanie, die einen Beauty-Salon besitzt, und Vater Bryan, eines Angestellten des Lieferdienstes UPS, auf. Die Schauspielerei stand erst einmal nicht auf Tyes Liste.

Seine Karrierepläne — Tye Sheridan wollte Profisportler werden — nahmen einen etwas anderen Verlauf, als Castingagenten in den High Schools von Texas nach Jungdarstellern für Terence Malicks episch-esoterisches Lebensdrama „The Tree of Life“ (2011) suchten. Der Castingprozess dauerte ein ganzes Jahr. Am Ende konnte sich Tye Sheridan gegen 10.000 andere Jungs durchsetzen und wurde für die Rolle von Steve, dem jüngsten der drei O’Brien-Brüder, besetzt.

Zwischen Hollywood und Texas

Zurückblickend bezeichnet Tye Sheridan die Dreharbeiten zu „The Tree of Life“ an der Seite von Stars wie Brad Pitt, Jessica Chastain oder Sean Penn eher als Abenteuer. Schauspielerei war ein Hobby, nicht seine Berufung. Nach dem Dreh zog er nicht nach Hollywood, sondern zurück nach Elkhart. Trotzdem hatte er einen Eindruck hinterlassen. „The Tree of Life“ wurde mit der Goldenen Palme ausgezeichnet und für einen Oscar nominiert und damit wurde auch Sheridan zum Gesprächsthema in Hollywood.

Von 2012 bis 2015 spielte Tye Sheridan in einer ganzen Reihe kleinerer Produktionen mit, die Sheridan den Raum gaben, als Schauspieler zu wachsen. In Jeff Nichols‘ Coming-of-Age-Drama „Mud“ spielte er die Hauptrolle des Jungen Ellis, der dem Flüchtenden Mud (Matthew McConaughey) hilft. Auch „Mud“ lief auf dem Filmfestival von Cannes und brachte Sheridan eine Critics‘ Choice Award-Nominierung ein.

Im Jahr darauf war Sherdian in David Gordon Greens Indie-Drama „Joe“ an der Seite von Nicholas Cage zu sehen. Obwohl das Drama an den Kassen floppte, wird es von Kritikern für das hervorragende Spiel von sowohl Sheridan als auch Cage gelobt. Im Jahr 2015 spielte Sheridan außerdem in dem Thriller „The Forger“ mit und war in dem Drama „Entertainment“ über einen scheiternden Komiker zu sehen.

Durchbruch 2015

Das Jahr 2015 ist der Moment, in dem es für Tye Sheridan Klick gemacht haben muss. Plötzlich ist der Newcomer, der lange unter dem Radar agierte und als große Hoffnung Hollywoods galt, ganz in Hollywood angekommen. Allein 2015 ist er nicht nur in der Anti-Komödie „Entertainment“ zu sehen, sondern auch in dem psychologischen Thriller „The Standford Prison Experiment“, in der Jesus-Parabel „40 Tage in der Wüste“ mit Ewan McGregor, in der Horror-Komödie „ Scouts vs. Zombies“ sowie in dem Mystery-Thriller „Dark Places“.

Tye Sheridan als Cyclops

Bis 2015 war sich Tye Sheridan treu geblieben und bevorzugte kleine, kunstvolle Produktionen, statt Mega-Blockbuster. Doch mit seiner inzwischen eindrucksvoll angewachsenen Filmografie war er bereit für den nächsten Schritt: „X-Men: Apocalypse“ (2016). Im bis dato jüngsten Teil der X-Men-Filme spielt Sheridan den noch unerfahrenen Cyclops, der erst lernen muss, sein Talent zu beherrschen. Die Dreharbeiten stellten ihn vor eine besondere Herausforderung: Weil er wegen der Spezialbrille, die er tragen musste, fast blind war, stolperte Sheridan laut eigener Aussage durchs Set, verpasste seinen Einsatz und knallte gegen Wände.

Obwohl „Apocalypse“ als einer der schwächeren neuen X-Men-Filme gilt, konnte er dennoch an den Kassen überzeugen. Die Fortsetzung „ X-Men: Dark Phoenix“ ist deshalb schon in der Vorbereitung und soll im Frühjahr 2019 in die Kinos kommen. Wahrscheinlich wird Sheridan darin einen erwachseneren Cyclops spielen, dessen Liebe zu Jean Grey (Sophie Turner) auf eine harte Probe gestellt wird.

Tye Sheridan in „Ready Player One“

Obwohl Tye Sheridan seit „Apocalypse“ auch in dem Kriegsdrama „The Yellow Birds“ an der Seite von Alden Ehrenreich zu sehen war, ist Stephen Spielbergs „Ready Player One“ der Film, der die Wasserscheide markiert. Mit einer Hauptrolle im neuen Blockbuster des berühmtesten Filmemachers der Gegenwart ist Sheridan über Nacht zum Megastar geworden. In der dystopischen Zukunftsvision „Ready Player One“ spielt Sheridan den jungen Wade Watts, der in eine virtuelle Realität flieht, um die wirkliche Welt nicht ertragen zu müssen. Als Parzival erlebt er ein unglaubliches Abenteuer, das auch seine Realität für immer verändern wird.

In Hollywood galt Tye Sheridan lange als ungeschliffener Diamant, der sein Talent zu lange in kleinen Produktionen versteckt hat. Damit dürfte nun endgültig Schluss sein. Sheridan ist über die Jahre erwachsen geworden und hat an der Seite von Spielberg bewiesen, dass er die Kraft hat, eine Blockbuster-Produktion als Hauptdarsteller zu tragen. In Zukunft dürfen wir mehr von ihm erwarten.

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