Treat Williams

Schauspieler
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Leben & Werk

Amerikanischer Schauspieler. Charakterdarsteller von Rang, mit einer Ausbildung als Sänger und Tänzer, kam Treat Williams von der Bühne zum Film, war in den 80er-Jahren gefragter Action-Held, spielte in den 90ern meist im Fernsehen und ist inzwischen sowohl in Kino und Fernsehen präsent. Gefeiert in „Hair“ und „Prince of the City“, spielte Williams Cops, FBI-Agenten, Kapitäne, Abenteurer, Gewerkschafter und Militärs – ambivalente Rollen, nur wenig Schurken und komische Personen, ein Mal eine Comic-Figur. Mit den Serien „Everwood“ und „Heartland“ wurde er populärer TV-Star. Klassiker sind sein Hippie-Anführer Berger, der in Milos Formans Musical-Verfilmung „Hair“ (1979) für einen Freund nach Vietnam geht, und sein Cop Daniel Ciello in Sydney Lumets „Prince of the City“ (1981), der undercover mit einer Spezialeinheit gegen die eigenen Kollegen ermittelt. Hatte er für „Hair“, für den er 13 Mal vorsprach, der Legende nach dem Produzenten Prügel angedroht, um die Rolle zu bekommen, so zog man den Unbekannten für „Prince of the City“ Robert De Niro vor, dessen Bekanntheit Glaubwürdigkeit gekostet hätte.

Treat Williams wurde 1951 in Rowayton, Connecticut, geboren und besuchte das Franklin and Marshall College in Lancaster, Pennsylvania, das er 1973 abschloss. Mehrere Jahre spielte er als Zweitbesetzung im Musical „Grease“ und in „Over There„, trat in Off-Broadway-Stücken auf und ergatterte im Film Nebenrollen als Fliegercaptain in „Der Adler ist gelandet“ (1976), Jogger in „Der Marathon-Mann“ (1976) und vorlauter GI in Steven Spielbergs Hollywood- und Kriegs-Satire „1941„, bis er mit „Hair“ den Durchbruch schaffte. Williams war Gewerkschafter in Sergio Leones Gangster-Saga „Es war einmal in Amerika“ (1984) oder Texas Ranger und Partner von Kris Kristofferson im Thriller „Flashpoint“ (1984), sympathischer Entführer in „Flucht auf dem Highway“ (1981) und Cop in „Deadly Hero“ (1986). In den 90er-Jahren sah man ihn als irischen Cop in „Vertrauter Feind“ (1997) neben Harrison Ford und Brad Pitt, als Colonel in Lee Tamahoris Thriller „Mulholland Falls – Nach eigenen Regeln“ (1997, mit Nick Nolte), als gegen eine Riesenkrake kämpfenden Kapitän in „Octalus – Der Tod aus der Tiefe“ (1999, mit Famke Janssen) und als FBI-Mann, der in „Critical Mass – Wettlauf mit der Zeit“ (2000) gegen Terroristen antritt. Williams spielte in Bipopics den Boxer Jack Dempsey und FBI-Chef J. Edgar Hoover. In der Comic-Adaption „Das Phantom“ (1996, mit Catherine Zeta-Jones) ist er Superschurke, in Woody Allens Satire „Hollywood Ending“ (2002) Produzent und Studio-Boss, in „Miss Undercover 2“ (2005, mit Sandra Bullock) FBI-Chef von Las Vegas.

Für das Fernsehen ging Williams als Abenteurer auf die „Reise zum Mittelpunkt der Erde“ (1999, nach Jules Verne) und begeisterte als Dr. Andy Brown, der mit seiner Familie in der Serie „Everwood“ (89 Folgen 2002-06) in eine Kleinstadt zieht und auf ungeahnte Probleme stößt. Als Chirurg kehrte er 2007 in der Serie „Heartland“ zum Arztberuf zurück.

Treat Williams wurde drei Mal für den Golden Globe („Hair“, „Prince of the City“ und als Stanley Kowalski in „Endstation Sehnsucht“, TV 1984) und für diverse andere Preise (Emmy, Satellite Award, Teen Choice Award) nominiert.

1994 inszenierte Williams den TV-Kurzfilm „Texan“.

Treat Williams ist ausgebildeter und lizenzierter Pilot für Helikopter, einmotorige Flugzeuge und seit 1993 auch für Düsenflugzeuge. Er lebt mit seiner Frau Pam van Sant und zwei Kindern in Park City, Utah.

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