Leben & Werk

Amerikanische Schauspielerin. Gefeierte und mehrfach ausgezeichnete Broadway-Schauspielerin und gesuchte Nebendarstellerin in Film und Fernsehen, wurde Tova Feldshuh durch ihre variantenreiche Darstellung jüdischer Charaktere bekannt: „Die Leute halten mich für die jüdische Meryl Streep“, sagt sie. Mit ihren Kabarettprogrammen tourte sie um die Welt, in der Serie „Holocaust“ (1978) war sie die tschechische Freiheitskämpferin Elena Slomova, verfolgte als Staatsanwältin den korrupten Cop Chow Yun-Fat in James Foleys Thriller „The Corruptor“ (1999), übernahm seit 2000 Mutterrollen, so in Maria Schraders Adaption des Bestsellers „Liebesleben“ (2007) als Hannah, die in Jerusalem ein Familiengeheimnis hütet. Ihre wichtigste Rolle wurde die der israelischen Premierministerin Golda Meir, die sie am Broadway in William Gibsons Stück „Golda’s Balcony“ (2003-05) und in Elie Chouraquis Filmdrama um die Gründung des Staates Israel in „O Jerusalem“ (2006, mit Ian Holm als David Ben Gurion) verkörperte.

Tovah Feldshuh wurde 1952 als Terry Sue Feldshuh in New York City geboren, wuchs in Westchester County auf und besuchte das Sarah Lawrence College, wo sie mit dem M.A. abschloss. Sie tourte kurze Zeit mit einer Rockband, fiel aber mehr durch ihre flammend roten Haare, als durch Gesangstalent auf. Ihr Entschluss, Theater zu spielen, führte sie auf die Bühnen von Minneapolis, wo sie als Terri Fairchild auftrat. Den Künstlernamen Tovah Feldshuh nahm sie an, als sie 1973 auf dem Broadway in „Cyrano“ debütierte. Dort spielte sie auch in „Yentl“ und stellte 2005 in „Golda’s Balcony“ den Rekord mit dem am längsten gelaufenen Ein-Frau-Stück der Broadway-Geschichte ein. Ihre Kabarett-Programme mit selbst geschriebenen Monologen führten sie auf Welttourneen bis nach Hongkong.

Noch vor „Holocaust“ war Feldshuh als Katherine Hepburn an der Seite von Tommy Lee Jones im TV-Film „The Amazing Howard Hughes“ (1977) zu sehen. Wiederkehrende Rollen hatte sie als Verteidigerin in „Law & Order“ (1990, 13 Folgen) und in der Pathologie-Serie „Crossing Jordan“ (2001, drei Folgen). Als Gast war sie in „Airwolf“, „L.A. Law„, „Cosby“ und „Equalizer“ dabei. Sie spielte die Mutter von Diane Lane im Familiendrama „A Walk on the Moon“ (2000), und die der Titelheldin im Indie-Film „Kissing Jessica Stein“ (2001) sowie Lindsay Lohans Wahrsagerin Madame Z. in der Komödie „Zum Glück geküsst“ (2006). Die Mrs. Bubchik aus dem Apartmentblock in „Das Mädchen aus dem Wasser“ (2006) und die alternde Geliebte Ethel in Jan SchüttesLove Comes Lately“ (2007) vervollständigen ihr Repertoire.

Tovah Feldshuh wurde drei Mal mit dem Drama Desk Award (1975, 1989, 2003) und ein Mal mit dem Theatre World Award (1976) ausgezeichnet und war mehrfach für Tony und Emmy Award nominiert. Sie gewann 2003 den Golden Satellite Award für „Kissing Jessica Stein“. Wegen ihres karitativen Engagements wurde Feldshuh mit dem Eleanor Roosevelt Humanitarian Award ausgezeichnet. Ihre Verdienste um die jüdische Kultur brachten ihr die Israelische Friedensmedaille und den Jewish Image Award ein. Seit 2005 ist sie Ehrendoktor der New York University.

Tovah Feldshuh ist seit 1976 mit Anwalt Andrew Harris Levy verheiratet, mit dem sie zwei Kinder hat.

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