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Tori Amos

Schauspieler
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Leben & Werk

Praktisch über Nacht wurde Tori Amos Anfang der Neunziger zu einer der wichtigsten Singer/Songwriterinnen der US-Alternative-Szene. Seither beglückt sie die Musikwelt mit schöner Regelmäßigkeit mit ebenso bezaubernden wie eigenwilligen Piano-Songs.

Myra Ellen Amos erblickte am 22. August 1963 in Newton, North Carolina, das

Licht der Welt. Schon als sie knapp zweieinhalb Jahre alt war, trieb ihr musikalisches Talent erste Blüten, und sie begann, Klavier zu spielen, sang mit vier Jahren im Kirchenchor und wurde mit fünf zur jüngsten Schülerin des „Peabody Conservatory“ in Baltimore. Ihre individuelle Interpretation klassischer Stücke stieß bei einigen Lehrern jedoch auf wenig Gegenliebe, was zur Folge hatte, dass die junge Künstlerin mit zehn Jahren die Schule verlassen musste. Während der Peabody-Zeit entdeckte sie ihre Liebe zum Rock’n’Roll, wobei sie vor allem die Musik von Led Zeppelin nachhaltig begeisterte. Sie begann, eigene Stücke zu schreiben, änderte ihren Namen 1983 in Tori und trat regelmäßig in örtlichen Clubs auf, in denen sie ihre charismatischen Pop-Balladen aufführte. 1987 zog sie nach Los Angeles, um ihre Karriere als Popsängerin voranzutreiben und veröffentlichte mit der Hard-Rock-Band Y Kant Tori Read ihr erstes Album. Musikalisch eher uninspiriert wurde die CD von Presse und Musikfans verschmäht und entwickelte sich rasch zum Flop. Darauf zerbrach die Band.

Tori Amos suchte nun nach einem neuen musikalischen Ansatz. Sie verabschiedete sich vom Hardrock und begann, ihren eigenwilligen Kompositionsstil auf dem Klavier zu perfektionieren. Bei ihren neuen Stücken verband sie Elemente traditioneller Singer/Songwriterinnen aus den Siebzigern wie Joni Mitchell mit Einflüssen modernerer Künstlerinnen wie Kate Bush und schuf damit einen ureigenen Stil. Für ihre erste EP „Me And A Gun“, die sie auch bei einigen Konzerten in England live präsentierte, erntete sie 1991 durchweg positive Resonanz. 1992 erschien ihr erstes Soloalbum „Little Earthquakes“, das sie in ihrem neu eingeschlagenen Weg nachhaltig bestätigte: Die CD verkaufte über zwei Mio. Exemplare, und Tori Amos rückte praktisch über Nacht in die erste Riege der US-Alternative-Szene vor. Noch im selben Jahr legte sie die EP „Crucify“ mit drei Coverversionenen, darunter Nirvanas „Smells Like Teen Spirit“ und Led Zeppelins „Thank You“, nach, und baute ihre Anhängerschaft damit rasch aus.

1994 folgte das zweite Album „Under the Pink“, das mit der Single „Cornflake Girl“ ihren bis dahin größten Hit enthielt, der auch vom Alternative-Radio begeistert gespielt wurde. 1996 erschien „Boys For Pele“, das direkt auf Platz zwei der US-Charts einstieg und wenig später Platinstatus erreichte. Nach dem endgültigen Aufstieg zum Superstar zog sich Tori Amos während des Jahres 1997 etwas aus der Öffentlichtkeit zurück und konzentrierte sich auf die Produktion ihres vierten Albums. „From The Choirgirl Hotel“ erschien im Frühjahr 1998, und schon ein Jahr später legte sie mit der Doppel-CD „To Venus And Back“ ihren fünften Longplayer nach. Im Anschluss ging sie gemeinsam mit Alanis Morissette, einer musikalischen Schwester im Geiste, auf ausgedehnte und durchweg erfolgreiche US-Tour. Alle fünf Alben haben in den USA mittlerweile Platinstatus erreicht, einige sogar mehrfach. Doppelplatin gab es für das Debüt „Little Earthquakes“ und „Under The Pink“. Weltweit hat Tori Amos bis heute über zwölf Mio. Alben verkauft und wurde acht mal für einen Grammy nominiert.

Ihr sechstes Studioalbum erschien im September 2001. Auf „Strange Little Girls“ fanden sich ausschließlich Coverversionen von Songs, die von männlichen Künstlern komponiert wurden. Die Stücke von Künstlern wie Neil Young, Eminem, Depeche Mode, Lou Reed oder Lennon/McCartney interpretierte Tori Amos höchst individuell aus der Sichtweise verschiedener weiblicher Charaktere. Einer der Songs ist eine Version von Eminems 1997er Track „Bonnie & Clyde“: „Als ich den Song zum ersten Mal hörte, war ich schockiert“, erzählt Tori. „Denn er handelt davon, wie ein Mann seine Frau abschlachtet. Die halbe

Welt tanzt dazu, ohne sich bewusst zu sein, dabei in Blut zu waten“. Mit dem Album lief der Vertrag mit ihrem Label Atlantic aus, und die Künstlerin unterzeichnete einen neuen Plattenvertrag bei Epic. Hier erschien im Herbst 2002 ihr neues Album „Scarlet’s Walk“. Auf dem Konzeptalbum begab sich Tori Amos, stark geprägt von den Ereignissen des 11. September 2001, auf eine historische Sinnsuche nach der Identität der US-Nation und scheute dabei auch kritische Töne nicht.

2003 veröffentlichte sie ihre erste, 20 Songs starke Best-Of-Kopplung „Tales Of A Librarian“, der ein Jahr später die Live-DVD „Welcome To Sunny Flordia“ folgte. Anfang 2005 meldete sie sich mit dem neuen Studioalbum „The Beekeeper“ zurück.

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