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Leben & Werk

Der am 7. Dezember 1949 im kalifornischen Pomona geborene Thomas Alan Waits hat sich als Kunstfigur im Look eines unheimlichen Tramps neu erschaffen. Musikalisch schwer zu greifen, experimentierte der Sänger mit der monströs-brüchigen Stimme mit allen erdenklichen Stilen und Instrumenten, darunter auch selbst entworfenen Maschinen zur Klangerzeugung. Von frühen Aufnahmen im Nachtbar-Jazz-Gewand entwickelte sich Waits musikalisch immer weiter in Richtung eines ruppigen, akustischen Industrial-Sounds, behielt jedoch stets den Song als Kernstück seines Schaffens im Blick. Der Nachtclub-Türsteher bastelt aus aufgeschnappten Gesprächsfetzen Ende der Sechziger seine ersten Stücke, die von zerbrochenen Existenzen, nicht immer sympathischen Außenseitern und den Schattenseiten des amerikanischen Traums handeln. Waits bleibt dabei konsequent Beobachter, Chronist eines unterschwelligen amerikanischen Selbstverständnisses, das hinter den Neon-Fassaden, in den Schlachthöfen, Motels und Kaschemmen verwurzelt ist. 1973 erscheint sein Debüt-Album „Closing Time“, gefolgt von „The Heart Of Saturday Night“ (1974). Das gemeinsam mit den Eagles aufgenommene Stück „Ol‘ 55“ macht den Sänger einem breiten Publikum bekannt. Bis Ende der Achtziger etabliert sich Waits als eigenwilliger Künstler, dessen Songs „Downtown Train“ und „Waltzing Mathilda (Tom Traubert’s Blues)“ in den leichter verdaulichen Versionen von Rod Stewart zu Mainstream-Hits werden. Alben wie „Raindogs“ (1985) gelten heute als Waits-Klassiker. In Zusammenarbeit mit Ehefrau Kathleen Brennan, die inzwischen auch an vielen seiner Songs als Co-Autor beteiligt ist, entsteht Waits‘ erste Theaterarbeit, „Frank’s Wild Years“ (als Album 1987), die das Paar als surreale Musik-Show auf die Bühne bringt. 1991 taucht Tom Waits auf einem Album der Gruppe Primus als „Tommy the Cat“ auf und erschließt sich damit ein neues Publikum. 1992 erhält er für das alptraumhafte „Bone Machine“ einen Grammy. Im Jahr darauf komponiert er die Musik für das in Hamburg uraufgeführte Musical „The Black Rider“, einer Umarbeitung von Webers „Freischütz“ von William Burroughs und Robert Wilson. Mit „Mule Variations“ greift Waits 1999 musikalisch auf „Raindogs“ zurück. Die 2002 gleichzeitig erschienenen Alben „Alice“ und „Blood Money“ schließen sich klanglich an, sind jedoch das Ergebnis einer weiteren Zusammenarbeit mit Robert Wilson: Ersteres war als Musical über das Leben Lewis Carrolls geplant, „Blood Money“ als Neufassung von Büchners Woyzeck. 2004 erscheint das nächste Album, „Real Gone“ (Platz 19 in Deutschland). In dem Song „Hoist That Rag“ findet sich scharfe Kritik an der Irak-Politik George Bushs. Neben seiner musikalischen Tätigkeit ist Tom Waits vielfach auch als Schauspieler in Erscheinung getreten, etwa in Jim JarmuschsDown By Law“ oder in der Coppola-Verfilmung von „Bram Stoker’s Dracula„. Ein Schmankerl für Fans und Sammler legte Waits 2006 vor: Die 3-CD-Box „Orphans - Brawlers, Bawlers & Bastards“ enthielt neben einigen neuen Songs zahlreiche Raritäten und zeigte Waits in seinem ganzen Facettenreichtum.

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