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Leben & Werk

Die größten Erfolge fuhr er mit Komödien für Jim Carrey, Eddie Murphy und Robin Williams ein und spezialisierte sich auf risikoreiche Gratwanderungen zwischen tragikomischen Dramen und offenem Slapstick, wobei seine Helden stets innerlich und äußerlich gespaltene Persönlichkeiten sind, deren Psyche irrwitzige Kämpfe ums wahre Ich austragen muss.

Regisseur Tom Shadyac, Jahrgang 1958, schrieb bereits mit 23 Jahren Witze und Sketche für Bob Hope und trat wie die meisten „Saturday Night Live“-Stars als Stand-Up-Comedian auf. 1989 machte er seinen Abschluss an der Filmschule der UCLA und konnte bereits 1993 mit „Ace Ventura – Ein tierischer Detektiv“ einen Hit landen. Jim Carrey, mit dem Shadyac noch „Der Dummschwätzer“ und „Bruce Allmächtig“ inszenierte, spielte den chaotischen Detektiv, der wie Dr. Dolittle mit den Tieren sprechen kann und das entführte Delphin-Maskottchen Schneeflocke des Football-Teams „The Miami Dolphins“ zurückbringt. Carrey zeigte hier erstmals sein einmaliges Talent, mit Gesichts- und Körperverrenkungen bis zur Groteske seine gespaltenen Ichs, die er kaum unter Kontrolle halten kann, zu präsentieren. Was hier noch albern und slapstickhaft wirkt, ist in „Der Dummschwätzer“ zur Charakterstudie geworden: In einem einmaligen Amoklauf seiner Gesichtsmuskeln spielt Carrey in genialer Zerrissenheit einen Anwalt, der seinem Sohn verspricht, immer die Wahrheit zu sagen und damit alle Konventionen und Regeln bricht.

Das Remake des Jerry-Lewis-Films „Der verrückte Professor“ bescherte Eddie Murphy, der alle Mitglieder der übergewichtigen Klumps-Familie in wechselnden Masken spielte, einen Karrierehöhepunkt als Forscher, der zwischen seinem eigentlichen Ich und dem Alter Ego Buddy Love pendelt. Nicht weniger gespalten war Robin Williams in „Patch Adams“ als titelgebender Mediziner, der seine Patienten mit clownesken Einlagen erheitert und mit Lachattacken überrascht. Der nach authentischen Ereignissen der frühen 70er Jahre inszenierte Film setzt der Routine des medizinischen Alltags ein Plädoyer für mehr Menschlichkeit entgegen. In die Reihe dieser Psycho-Spalt-Dramen, diesmal unter Mystery-Aspekten, fällt „Im Zeichen der Libelle„, in dem Kevin Costner Kontakt zu seiner geliebten toten Frau sucht und es mit übernatürlichen Phänomenen zu tun bekommt. Die Geisterstunde wurde Shadyacs einziger Misserfolg. Wieder mit Lieblingsschauspieler Jim Carrey vereint, wagte sich Shadyac in „Bruce Allmächtig“ auf aberwitzig „göttliches Terrain“: Carrey lässt als TV-Reporter Bruce Nolan an einem verkorksten Tag in einer Schimpfkanonade die verbale Sau raus und schiebt Gott (Morgan Freeman) die Schuld an allem zu. Gott hat zugehört und macht Bruce für eine Woche zum allmächtigen Schicksals- und Wünschelenker. Zu Shadyacs immer wiederkehrenden Ideen gehört der Glaube, „die Spannungen des Lebens komödiantisch ableiten zu können.“

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