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Leben & Werk

Deutscher Komiker und Schauspieler. Mit der von ihm geschriebenen und in der Titelrolle gespielten Comedy-Serie „Hausmeister Krause – Ordnung muss sein“ schrieb Tom Gerhardt erfolgreich zwölf Jahre Fernsehgeschichte. In Bühnenprogrammen verkörperte der Komiker Alltagstypen aus dem Prekariat vom Türsteher bis zum Kinogänger und schuf die Figur des Pudelmützen-Proll Tommie („boah, eh, echt geil, eh“), der auch Hauptfigur in der erfolgreichen Kino-Trilogie „Voll normaaal“, „Ballermann 6“ und „Die Superbullen“ ist. Gerhardt übernahm Nebenrollen in Komödien und spielte in der Nibelungen-Parodie „Siegfried“ (2005) den naiven Titelhelden mit einem Schweinchen als Gefährten.

Die Serie „Hausmeister Krause“ (80 Folgen in acht Staffeln von 1999-2010 auf Sat.1) persifliert deutsche Klein- und Spießbürger. Als Hausmeister Dieter Krause mit der Mentalität eines leicht debilen Blockwarts („sicher, sicher“) kämpft Gerhardt mit der chaotischen Familie, dem Verwalter und Besitzer, den Tücken des Alltags und pflegt als Herrchen eines Dackels den Verein „Alles für den Dackel, alles für den Hund“. Er buckelt nach oben und tritt nach unten, behandelt Bewohner der Wohnanlage in Köln-Kalk wie „den letzten Dreck“ und scheitert auf allen Ebenen. Bei aller Lust an derben Dialogen, Slapstick und Klamauk ist die Serie eine der langlebigsten des deutschen Fernsehens, eine weitgehend gelungene Satire, die Kultstatus erlangte.

Mit dem Komiker Hilmi Sözer als Mario bildet Tom Gerhardt als Tommie ein ebenfalls aus Köln-Kalk stammendes chaotisches Duo, das in „Voll normaaal“ (1994) proletenhaft die Umwelt nervt und einen Busenstar (Dolly Buster) anhimmelt, in „Ballermann 6“ (1997) auf Mallorca sein Unwesen treibt, und als „Die Superbullen“ (2011) eine Schneise der Verwüstung auf dem Weg von Köln nach München hinterlässt, wo sie den entführten Geißbock „Hennes“ des 1. FC Köln vermuten. Die auch „Trilogie des Wahnsinns“ genannten Filme, deren Co-Regie er an der Seite von Gernot Roll übernahm, wurden von Bernd Eichinger produziert, die ersten beiden Millionenerfolge.

Tom Gerhardt wurde 1957 in Köln geboren und leistete nach dem Abitur seinen Wehrdienst als Panzerjäger im 5. Panzerjägerbataillon. Er studierte Germanistik und Philosophie und schrieb eine Arbeit über Nikolaus Cusanus. Seine komischen Talente erprobte er auf Kleinstbühnen, ein Jugendfreund malte die Plakate, die er mit seiner Schwester in der Stadt an Wände klebte. Entdeckt wurde er vom Komiker Jürgen von der Lippe, der ihn in der von der Realität einer Straßenbahnfahrt inspirierten „Rambo“-Nacherzähl-Nummer sah und den Sketch in den WDR brachte. Zwischen 1988 und 2000 absolvierte Gerhardt mehrere ausverkaufte Tourneen („Dackel mit Sekt“, „Voll die Disco“, „Voll pervers“, „AU WEIA!“).

Zu Gerhardts Nebenrollen und Gastauftritten zählen der Manager des American Diner in „Der Eisbär“, der Personalchef in „Pura Vida Ibiza“, ein Zombie Dad in „Resident Evil: Apocalypse„, der Musiklehrer in „Freche Mädchen 2“ und der Leiter des Altenpflegeheims in „Donosaurier“. Für 2011 steht die von ihm inszenierte, geschriebene und gespielte TV-Komödie „Der Blender“ an.

Tom Gerhardt ist auf dem Album „Kauf MICH!“ der „Toten Hosen“, die einen Auftritt in „Voll normaaal“ haben, zu hören. 2008 nahm er für das Team Seat an Stefan Raabs WoK-WM teil.

Für „Hausmeister Krause“ erhielt Tom Gerhardt 2002 den Deutschen Comedypreis.

Tom Gerhardt ist mit einer Brasilianerin liiert, mit der er zwei Söhne hat. Er hat eine Tochter aus einer früheren Verbindung. (geh)

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