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Im Dreh: Neue Komödie vom "Stromberg"-Macher

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Nicht nur für Fans…

Am Set von "Nicht mein Tag": Moritz Bleibtreu, Regisseur Peter Thorwarth und Axel Stein Bild: Sony

Gut sieben Jahre nach dem Start von „Goldene Zeiten“ sitzt Peter Thorwarth erstmals wieder auf dem Regiestuhl für einen Kinospielfilm. Der Filmemacher arbeitet an der Adaption von Ralf Husmanns Erfolgsroman „Nicht mein Tag„, die 2014 ins Kino kommen soll. Mitte Juni gehen die rund 40 Tage langen Dreharbeiten zu der Buddy-Komödie zu Ende. Gedreht wurde in Köln, Wuppertal, im Ruhrgebiet und in Amsterdam.

Erzählt wird die Geschichte des biederen Bankberaters Till (Axel Stein), der von seinem Job und vom Leben in der Kleinstadt gelangweilt ist. Doch alles ändert sich, als der Gelegenheitsgangster Nappo (Moritz Bleibtreu) die Bank überfällt und Till als Geisel nimmt.

Die erfolgreiche Romanvorlage zu „Nicht mein Tag“ stammt von „Stromberg„-Erfinder Ralf Husmann. Peter Thorwarth war aufgrund des Schauplatzes der Geschichte, die am Rande des Ruhrgebiets angesiedelt ist, zunächst skeptisch. „Ich mag meine Heimat sehr, wollte aber eigentlich nicht schon wieder so ein Ruhrpottding machen“, sagt der in Dortmund geborene Filmemacher, der zuvor die sogenannte „Unna-Trilogie“ mit „Bang Boom Bang“ (1999), „Was nicht passt wird passend gemacht“ (2002) und „Goldene Zeiten“ (2006) vorgelegt hatte. „,Nicht mein Tag‘ hat mich aber von den Figuren her sofort angesprochen.“

Wie bei allen bisherigen Thorwarth-Filmen ist Christian Becker als Produzent mit an Bord, dazu Til Schweigers Firma Mr. Brown Entertainment. „Tom Zickler und Til Schweiger mögen Peter Thorwarths Filme“, erklärt Becker die Verbindung. „Wir haben einen guten Draht zueinander und wollten schon immer einmal etwas zusammen machen.“

Im Stab arbeitet Thorwarth mit vielen Vertrauten zusammen. Unter anderem schrieb er das Drehbuch mit Stefan Holtz, der bereits an „Bang Boom Bang“ beteiligt war. Der Regisseur lobt in diesem Zusammenhang die unkomplizierte Zusammenarbeit mit dem Schöpfer der Romanvorlage. „Ralf Husmann hat sich sehr professionell verhalten“, berichtet Thorwarth. „Er war am Treatment und an der ersten Drehbuchfassung beteiligt, hat uns dann aber völlig freie Hand bei der weiteren Ausarbeitung gelassen.“

Von Caster Emrah Ertem, der auch schon bei „Goldene Zeiten“ mit von der Partie war, kam der Vorschlag, die Rolle des Till mit Axel Stein zu besetzen. Während Moritz Bleibtreu, den Thorwarth seit vielen Jahren kennt, bereits zu einem frühen Zeitpunkt gesetzt gewesen sei, habe der vor allem als Comedian bekannte Stein zunächst Skepsis hervorgerufen, berichtet der Regisseur. Im Casting habe er sich dann aber als „die große Überraschung“ entpuppt. „Er hat uns absolut überzeugt, weil er genau die Dinge beherrscht, die Diether Krebs auch konnte. Mir sind auch die leisen Zwischentöne und ernsthaften Momente in einer Komödie wichtig“, führt Thorwarth aus.

Für weitere Rollen konnten unter anderem Anna Maria Mühe als Tills Ehefrau und Jasmin Gerat als Nappos Freundin gewonnen werden. „,Nicht mein Tag‘ bietet ein rundum attraktives Paket mit einem starken Darstellerensemble und einer Geschichte, die alles mitbringt, was die Zuschauer im Kino sehen möchten“, kommentiert Martin Bachmann vom Filmverleih Sony. „Ich bin überzeugt davon, dass wir hier einen guten und auch kommerziellen Film haben.“

Eine kleine Rolle spielt zudem der „Kultcharakter“, der Thorwarths bisheriges Werk auszeichnete. „Auch diesmal gibt es wieder Anspielungen auf die vorherigen Filme“, kündigt Becker an. So sei Christian Kahrmann noch einmal in einem kurzen Auftritt als „Mark Kampmann“ zu sehen, ebenso wie ein weiteres bekanntes Ruhrgebietsgesicht: „Ein Thorwarth-Film, in dem Ralf Richter nicht vorkommt, geht ja gar nicht“, kommentiert der Produzent schmunzelnd.

Becker betont allerdings, dass der neue Thorwarth ein eigenständiger Film sei, der deutlich breiter als die bisherigen Ruhrgebietserzählungen aufgestellt sei. „Ich denke nicht, dass ich die Fans von Filmen wie,Bang Boom Bang'“ mit diesem Film enttäuschen werde“, ergänzt Thorwarth. „Wir werden die Türen aber ein Stück weiter öffnen und noch andere Zuschauer dazugewinnen.“

Der Filmemacher, der zuletzt unter anderem für Beckers Rat Pack als Drehbuchautor für „Die Welle“ fungiert hatte, will seine Tätigkeit als Regisseur wieder intensivieren und möglichst bald nach „Nicht mein Tag“ die nächste Regiearbeit angehen. „Nach,Goldene Zeiten‘ habe ich viel geschrieben und vieles entwickelt“, berichtet Thorwarth. „Diese Projekte sind auch nicht alle tot, sondern befinden sich nach wie vor in der Finanzierungsphase.“

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