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Leben & Werk

Theo Lingen kannte das Publikum vor allem als begnadeten Filmkomiker. Oft glänzte er als devoter Kammerdiener oder als penibler, überforderter Lehrer. Abstehende Ohren, Mittelscheitel und eine näselnde Stimme waren in zirka 200 Filmen sein Markenzeichen. „Der größte Techniker der Komik in Deutschland“ – so hat ihn Herbert Ihering beschrieben. Gerade neben Hans Moser, mit dem er 24 Filme drehte, steht Lingen für ein um Akkuratesse bemühtes Preußentum, das ständig an seinen eigenen Ansprüchen zu scheitern droht.

Als Franz Theodor Schmitz wurde der Schauspieler 1903 in Hannover geboren. Nach der Geburtsstadt seines Vaters wird er sich später Lingen nennen. Er verließ das Gymnasium ohne Abitur und strebte schnell eine Schauspielerlaufbahn am Theater an. In den 30er-Jahren kam Theo Lingen dann zum Film, vor allem als Schauspieler, aber auch als Autor und Regisseur. Da seine Ehefrau, die Sängerin Marianne Zoff, geschiedene Brecht, eine so genannte Halbjüdin war, war seine Karriere nach 1933 gefährdet. Dank seiner Popularität durfte er aber weiterhin auftreten. 1946 wurde Theo Lingen österreichischer Staatsbürger. Bis in die 70er-Jahre war er auf Bühne und Leinwand präsent, arbeitet aber auch fürs Fernsehen. In „Lachen Sie mit Stan und Olli“ stellt er beispielsweise „Dick und Doof“-Filme vor. 1978 starb Theo Lingen in Wien und wurde in einem Ehrengrab auf dem dortigen Zentralfriedhof beigesetzt.

Lingen begann seine Filmkarriere mit Filmen wie „Dolly macht Karriere“ und „Zwei Krawatten“, beide von 1930. In Fritz Langs „M“ (1931) und „Das Testament des Dr. Mabuse“ (1932/33) spielte er Bösewichte. Es folgten schier unzählige komische Rollen: „Kleiner Mann – Was nun?“ (1933), „Ich heirate meine Frau“ (1934), „Im weißen Rössl“ (1935), „Der Himmel auf Erden“ (1935), „Der Kurier des Zaren“ (1936). In „Der Tiger von Eschnapur“ und in „Das Indische Grabmal“ (beide 1938) spielte Lingen jeweils den Emil Sperling. Es folgten „Opernball“ (1939) und „Wiener Blut“ (1942). Nach dem Krieg gab es Sportliches mit „Der Theodor im Fußballtor“ (1950), Heimatliches mit „Heidi“ (1952), immer wieder „Schulisches“ wie „Hurra, die Schule brennt!“ (1969) und Grusliges wie „Lady Dracula“ (1978).

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