Thandie Newton

Schauspielerin
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Leben & Werk

Die Trance-Frau. In ihren Augen ist immer Nacht. Die zarte dunkelhäutige Schönheit mit Ahnungen von Abgründen und Trauer im feinziselierten Gesicht bereichert Independent- und Blockbuster-Produktionen gleichermaßen. Im Oscar-Sieger „Crash – L.A. Crash“ (2005) hat die stolze schwarze Schauspielerin Thandie Newton als vom Cop Matt Dillon in der Öffentlichkeit und vor ihrem Ehemann rassistisch und sexistisch gedemütigte und später aus den Flammen ihres Wagens gerettete Christine einige der Szenen der Jahres. Wie Thandie (gesprochen: Tan – Dee, übersetzt „die Geliebte“) Newton sich in „Crash“ an Körper und Seele beschmutzt fühlt, ist in viele ihrer Filme eingegangen. In nicht weniger als fünf Filmen war sie Sklavin.

Die Abhängige ist als Meisterdiebin in John Woos „MI:2“ die Geliebte von Tom Cruise und findet doch in dessen Rivalen Scott Campbell den vielleicht besseren Liebhaber. Sie ist in James IvorysJefferson in Paris“ (1995) leibeigene Geliebte des titelgebenden Botschafters (Nick Nolte), aber dadurch keineswegs freier. Sie ist in Jonathan Demmes Toni-Morrison-Adaption „Beloved – Menschenkind“ (1998) als Sklavin Beloved einem Geflecht von Schrecken ausgesetzt, das sie fast um den Verstand bringt. Sie ist als afrikanische Flüchtlingsfrau Shandurai, Haushälterin eines britischen Komponisten in Rom, in Bernardo BertoluccisShandurai und der Klavierspieler“ (1999) in politischer wie ökonomischer Abhägigkeit.

Thandie Newton wurde 1972 in London als Tochter eines Briten und einer Frau aus Zimbabwe vom Stamm der Shona geboren. Sie lebte bis zu ihrem fünften Lebensjahr in Sambia, das ihre Familie wegen politischer Unruhen verlies. Newton studierte an der London Art Educational School und absolvierte sieben Jahre lang eine Tanzausbildung, bis sie wegen Problemen mit dem Knie aufhörte. Sie ging nach L.A., wo ihr britischer Akzent ein Hindernis war, kehrte nach England zurück und studierte in Cambridge, wo sie 1996 in Anthropologie abschloss. Zur Schauspielerei kam sie 1991 durch Zufall, weil sie Zeit hatte und für den Film „Flirting“ eine schwarze Schauspielerin gesucht wurde.

Seit 1991 mit Unterbrechungen in Nebenrollen zu sehen, spielte Newton in drei Filmen des Australiers John Duigan („Flirting“, „Weg der Träume“ und „Leading Man“) und in Neil Jordans stilvollem „Interview mit einem Vampir„. In „Gridlock’d“ fällt Newton als Cookie, Leadsängerin eines Trios, nach einer Überdosis ins Koma. In „The Truth About Charlie“ übernahm Newton 2002 an der Seite von Mark Wahlberg die Rolle, die Audrey Hepburn in „Charade“ (1963) gespielt hatte. Weil sich die Dreharbeiten zu „MI:2“ verlängerten, musste sie ihre Rolle in „Drei Engel für Charlie“ an Lucy Liu abtreten. Newton war 2004/05 in mehreren Episoden der TV-Klinikserie „ER“ und 2005 neben Will Smith in „The Pursuit of Happiness“ zu sehen.

Thandie Newton ist seit 1998 mit Ol Parker verheiratet und hat zwei Töchter. Sie lebt in London. Ihr Motto: „Die Schauspielerei ist ein guter Weg, Menschen kennen zu lernen.“

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