Goldene Palme für "The Tree of Life"

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„Fast alle von uns fanden den Film ziemlich irre“, sagte Jurychef Robert De Niro - und zeichnete das Epos mit Brad Pitt und Sean Penn mit der Goldenen Palme aus.

Gewinnt Gold in Cannes: "The Tree of Life" mit Brad Pitt und Sean Penn. Bild: Concorde

Die Jury unter der Leitung von Robert De Niro hat entschieden. Die Goldene Palme für den besten Film geht an Terrence Malicks Ausnahmefilm „The Tree of Life„. Der als menschenscheu bekannte Regisseur, der in Cannes 1979 für „In der Glut des Südens“ bereits den Regiepreis in Cannes gewonnen hatte, blieb wie immer fern und schickte lediglich seine Produzenten Bill Pohlad und Dede Gardner.

„Fast alle von uns fanden den Film ziemlich irre“, erklärte Jurychef De Niro die Entscheidung. Zwei Filmen wurde der Große Preis der Jury zugesprochen: Die zweifachen Goldener-Palme-Gewinner Luc und Jean-Pierre Dardenne wurden für „Le gamin au velo“ ausgezeichnet, Nuri Bilge Ceylan erhielt den Preis für „Bir Zamanlar Anadolu’da“ / „Once Upon a Time in Anatolya“.

Der Däne Nicolas Winding Refn wurde für seinen Actionthriller „Drive“ zum besten Regisseur ernannt. Er hatte sich vorbereitet und eine Rede auf seinem iPhone abgespeichert. Neben seinem Hauptdarsteller Ryan Gosling und seiner Frau dankte er auch seinem Kollegen Gaspar Noé.

Trotz Eklat: Goldene Palme für von Triers „Melancholia“-Star Kirsten Dunst

Den Preis der Jury erhielt der französische Thriller „Polisse“ von Maïwenn, einer von vier Filmen im Wettbewerb, die von einer Frau inszeniert wurden. Die Regisseurin wurde bei ihrer Dankesrede von ihren Gefühlen überwältigt und brach in Tränen aus. Schließlich bat sie ihre gesamte Darstellerriege zu sich auf die Bühne.

Die Palme für die beste Schauspielerin wurde Kirsten Dunst für ihre Leistung in Lars von TriersMelancholia“ überreicht - der Film ging damit auch nach dem Eklat um den dänischen Filmemacher nicht leer aus. Entsprechend rief die Schauspielerin aus: „Was das für eine Woche war!“ und dankte im Anschluss explizit ihrem Regisseur. Als bester Hauptdarsteller wurde Jean Dujardin für seine Leistung in dem von Publikum und Kritik gefeierten Stummfilm „The Artist“ ausgezeichnet. Er ging vor der Jury auf die Knie und legte im Anschluss einen kurzen Stepptanz hin, ganz im Stil der Figur, die er in „The Artist“ gespielt hatte.

Der Drehbuchpreis ging an Joseph Cedar für „Hearat Shulayim“ / „Footnote“, der den Film auch inszeniert hatte. Er konnte persönlich nicht anwesend sein und ließ eine Dankesbotschaft verlesen. Die Camero d’Or für den besten Erstlingsfilm in der Selection officielle wurde Pablo Giorgelli für seinen Film „Les acacias“ überreicht. Die Goldene Palme für den besten Kurzfilm geht schließlich an „Cross“ von Maryna Vroda.

Durch die Abschlussveranstaltung führte Mélanie Laurent, die vor zwei Jahren mit „Inglourious Basterds“ selbst im Wettbewerb vertreten war.

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