Terence Hill

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Leben & Werk

Der Mann aus Venedig prügelt sich mit Begeisterung, ist ansonsten faul und störrisch wie ein Esel und macht sich munter über seine meist dummen Gegner lustig. Terence Hill wurde mit Italo-Western populär, die er um die pikareske Seite bereicherte und lieferte in den 70er- und 80er-Jahren an der Seite von Partner Bud Spencer oder auch allein zahlreiche Kassenerfolge ab. Das Paar war aufeinander eingespielt wie Laurel & Hardy und garnierte die flotten Slapstick-Abenteuer und turbulenten Prügelballaden mit saftigen Sprüchen und jeder Menge Komik, als wären sie ein Ehepaar im verflixten siebten Jahr. Die Schelmenstücke von Hill/Spencer mit Titeln wie „Zwei wie Pech und Schwefel“ wurden meist von den Regisseuren E.B. Clucher (= Enzo Barboni), Sergio Corbucci oder Giuseppe Colizzi inszeniert.

Mario Girotti, der seinen Namen 1967 in Terence Hill änderte, wurde 1939 geboren und lebte als Kind einige Jahre in Deutschland, bevor die Eltern 1947 wieder nach Italien zogen. Er debütiert 1952 im Film und tritt in Nebenrollen in Genrefilmen und als Offizier in Luchino Viscontis „Der Leopard“ (1962) auf. Im Karl-May-Western „Winnetou II“ schnappt der gut aussehende blauäugige Hill Pierre Brice die Indianerbraut Ribanna (Karin Dor) weg. In „Gott vergibt…Django nie!“ und „Django und die Bande der Bluthunde“ kämpft sich Hill 1967 als Rächerfigur durch die härtere Variante der Italo-Western, bis mit „Vier für ein Ave Maria“ 1968 eine Wende zu komödiantischeren Versionen beginnt, als deren Höhepunkte „Die rechte und die linke Hand des Teufels“ und „Vier Fäuste für ein Halleluja“ (1971) gelten. Als „der müde Joe“ legt er Gauner mit Köpfchen rein und ist nicht aus der Ruhe zu bringen. Aber wenn er gefordert ist, zieht er schneller als sein Schatten und verteilt Backpfeifen wie Regentropfen.

Sergio Leone sorgte als Produzent mit den beiden „Nobody“-Western (1973/76) für die mythische Überhöhung von Hills Western-Persona, wenn er im Staubmantel an der Seite von Henry Fonda kämpft oder mit artistischen Kunststücken, die er ohne Double ablieferte, beeindruckte. 1986 lief die Welle der Hill/Spencer-Komödien aus, ein Nachklang wurde 1995 die Western-Komödie „Die Troublemaker“ (mit Hill im „Nobody“-Outfit).

Als Regisseur war Hill weniger glücklich mit seinen Versuchen als „Lucky Luke“ (1991) an den Erfolg der Comic-Book-Reihe und mit „Keiner haut wie Don Camillo“ an den der „Don Camillo und Peppone“-Serie mit Fernandel als tatkräftigem Dorfpfarrer und Gino Cervi als kommunistischem Bürgermeister anzuknüpfen. Hill und Spencer über ihre Erfolge: „Die Kloppereien in unseren Filmen sind wie im Comic-Strip: unwahrscheinlich, unblutig und unernst. Wir entschärfen die Gewalt auf die einfachste und verblüffendste Form: Wir geben sie der Lächerlichkeit preis. Das mögen unsere Fans.“

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